§ 75. IL Stofi.
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innerlich Verarbeiteten Zu schöpfen vermag. Wir stehen daherkeinen Augenblick an, mit Diesterweg zu behaupten, dals dieGeometrie auf Urteilen und Schlief sen, auf Willens-kraft und Charakter noch viel intensiver wirkt, als dasübrige Rechnen.
Der materiale Nutzen der Geometrie kann heute nurnoch von dem bezweifelt werden, der noch nie einen Blickgethan in das praktische Leben. Der Maurer, Zimmermann,Schmied, Schlosser, Schreiner, Böttcher, Glaser, Steinmetz —kurz, jeder Handwerker und Gewerbetreibende, der es mitFlächen und Körpern zu thun hat, mufs mit geometrischenKenntnissen ausgerüstet sein, soll nicht der Kampf mit seinenKonkurrenten ihm erschwert oder unmöglich |werden. Aberauch für den Landwirt kann es nur Vorteil bringen, wenn erdie Gröfse eines Ackers, die Ertragfähigkeit seiner Fluren, denKostenbetrag eines. Abzugsgrabens etc. zu berechnen vermag.
§ 75.
II. Stoff.
a) Auswahl des Stoffes.
Schon der Anschauungsunterricht in den unteren Klassender Volksschule befafst sich mit der Betrachtung von räum-lichen Gebilden; dort aber handelt es sich doch weniger umdie Erfassung und Kombination der Formen, als vielmehrdarum, das sprachliche und plastische Anschauungs- und Dar-stellungsvermögen zu bethätigen.
Die Geometrie hat es nun ausschliefslich mit den Formenund Raumgröfsen zu thun. Wegen der ihr zugemessenengeringen Zeit aber mufs die Menge des Stoffes genau dengegebenen Verhältnissen angepafst werden.
Die ein- und zweiklassige Volksschule wird sichdarauf beschränken müssen, einige Flächen und Körper derBetrachtung und Darstellung zu unterwerfen und sie zu be-rechnen. Mehr schon kann die drei- und vi er klassige Volks-schule bewältigen; für sie dürfte die Behandlung der Drei- undVierecksarten, einiger Vielecke, des Kreises, des Würfels, derSäule und des Cylinders nicht zu hoch gegriffen sein. DieFeiertags- und Fortbildungsschule kann auch noch den Kegelund die Kugel behandeln.