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2 (1899) Praktische Unterrichtslehre für Seminaristen und Volksschullehrer : [mit Katholischer Katechetik]
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§ 70. III. Methode.

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B. Rechnen mit ungleich und mehrfach benanntenZahlen:

IV. Kurs: Resolvieren und Reduzieren. Daran reihen sich dieRechnungsarten mit ungleich benannten Zahlen.

C. Rechnen mit gemeinen und Dezimalbrüchen:

V. Kurs: Behandlung der gemeinen Brüche mit den Nennern

__ bis __. Von den Dezimalbrüchen die Zehntel, Hundertstel und

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Tausendstel und zwar Lesen und Schreiben, sowie die 4 Speciesderselben. (In beiden Fällen eine Art Anschauungs- und Begrün-dungskursus.)

VI. Kurs: Fortsetzung des Rechnens mit gemeinen und De-zimalbrüchen, insbesondere die schwierigeren Fälle desselben.

Dazu

D. Die bürgerlichen Rechnungsarten:

Davon treffen für den VI. Kurs noch: Rechnen mit geradenund umgekehrten Verhältnissen, in ganzen und Bruchzahlen an-gewendet in den sogenannten bürgerlichen Rechnungsarten (Zins-,Prozent-, Termin- und Teilungsrechnungen.

VII. Kurs: Abschlufs der Verhältnisrechnungen. EinfacheFlächen- und Körperberechnungen.

§ 70.

III. Methode.

a) Gang des Unterrichtes. (Grundsätze.)

Die nachstehenden Grundsätze legen klar, welche An-forderungen die Gegenwart an die Methode des Rechenunter-richtes stellt und welche Wege einzuschlagen sind.

1. Alles Rechnen mufs anschaulich betriebenwerden.

Kein Lehrgegenstand ist seinem innern Wesen nach wenigerreal, als gerade das Rechnen. Bei ihm ist die Abstraktionstets Ziel- und Gipfelpunkt; denn nicht die Eigenschaftder Dinge, ihr praktischer Wert, ihre Qualität kommen inBetracht, sondern einzig und allein die Quantität, die Zahlund Form finden Berücksichtigung. Da nun in der Seelekeine klare Vorstellung ist, die nicht durch äufsere Eindrückekonkreter Dinge erregt. wurde, so gibt es auch keine Zahl-und Form Vorstellung ohne äufsere Anschauung. Und