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3. Der Aufsatzunterricht.
7. Die Aufsatzhefte sollen für die ganze Klasse gleich-mäfsig gehalten und mit dem Namen der Schüler und demDatum des Beginnes und der Vollendung versehen sein. Dieganze Führung derselben soll Zeugnis davon geben, dafs derLehrer ihre Bedeutung (§ 53) würdigt. Festhalten an Sauberkeitund Genauigkeit vom Anfang an! Keine Zeitvergeudungdurch zwei- oder dreimaliges Reinschreiben! Die gesammeltenHefte werden dem Schüler bei der Entlassung aus der Schuleausgehändigt.
8. Schliefslich kann nicht genug betont werden, dafs dieGewandtheit im schriftlichen Gedankenausdruckenicht das Ergebnis des Auf satzunterrichtes allein,sondern auch der allgemeinen Sprachpflege (§ 36)ist, und dafs ohne fleifsige, womöglich täglicheÜbung das Ziel des Auf satzunter richtes nicht er-reicht werden kann.
Skizzierte Lehrproben.
1. Das Bad.
Nachbildung zu Ohr. S chmids Erzählung »Der Wolf« (100 Erz., Nr. 45.)Für die 4. und 5. Klasse.
A. Das Muster.
I. Kurze Besprechung des Wolfes: Raubtier, frifst (erwürgt)Schafe. Bild!
Lesende Behandlung: Vor-, Nachlesen, Erklärung, mündlicheWiedergabe.
IL Gekürzter Inhalt: Ein Knabe log zweimal, er sei in Gefahr.
Man eilte ihm zu Hilfe. Das dritte Mal kam er wirklich in Gefahr.
Nun half ihm niemand, weil er gelogen hatte.Wer einmal Lügen sich erlaubt,Dem wird auch Wahrheit nicht geglaubt.
III. Du sollst nicht lügen 1
B. Die Nachbildung.
Anknüpfung: Bei uns gibt es heutzutage keine Wölfe mehr.Eine Begebenheit, wie die vorige, ereignet sich daher auch beiunseren Hirten nicht. Die Lehre aber, welche diese Geschichte ausalter Zeit enthält, gilt noch immer. Der Lehrer hat das schon oftbemerkt. (Einige Beispiele kurz angeführt.)