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2 (1899) Praktische Unterrichtslehre für Seminaristen und Volksschullehrer : [mit Katholischer Katechetik]
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2. Die Lesebuchstufe.

d) Wandfibeln. Hoff mann, Wandfibel nach der synthetischenMethode. 29 Tafeln. Roh <S 6. Marschall, Wandfibel nach derNormalwörtermethode. 19 Tafeln. Roh <M 4. Beide München. Frie-tinger, Lesetafeln. München. Aufgezogen *M 24. Engleder,Wandfibelbilder. 6 Tafeln. München. Jt, 3.

2. Die Lesebuchstufe.

§48.I. Aufgaben des Leseunterrichtes.

Auf der Lesebuchstufe ist das Lesen nicht mehr Selbst-zweck, sondern Mittel zum Zwecke, die Schule in ihrenBildungsbestrebungen zu unterstützen. Es steht daher zu allemUnterricht und zur Erziehung in einem fördernden Verhältnis.Am meisten tritt dieses bei den sprachlichen und realen Fächernhervor. Hieraus lassen sich folgende Zwecke des Leseunterrichtsableiten. Er soll

1. Sprachverständnis,

2. Sprachfertigkeit erzielen,

3. grammatische und orthographische Belehrung,

4. den Erwerb realer Kenntnisse unterstützen,

5. intellektuelle und

6. ethische Bildung vermitteln.

Punkt 1 und 2 sind übrigens nicht Sache des Lesens allein,sondern vielmehr eine Frucht des gesamten Unterrichtes,der allgemeinen Sprachpflege (§ 36, 41)

Damit das Lesen ein brauchbares Mittel zur Erreichungdieser Zwecke sei, mul's

a) richtig, sicher und fertig (Unterklasse),

b) mit Verständnis (Mittelklasse),

c) schön und wohlklingend (Oberklasse)

gelesen werden. (Siehe § 50, 1, 31)

Richtig liest der Schüler, wenn er nach der Anordnung derLaute im betreffenden Worte verfährt und lautrein spricht,sicher, wenn er die Wörter als Ganzes auffafst und ohne Stockungund Wiederholung im gleichen Zeitmafs bleibt, fertig, wennsein Lesen den Eindruck der Leichtigkeit und Gewandtheit macht.