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2 (1899) Praktische Unterrichtslehre für Seminaristen und Volksschullehrer : [mit Katholischer Katechetik]
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§ 44. III. Stoff der Fibelstnfc.

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III. Stoff der Fibelstufe.

Der Übergang vom häuslichen zum Schulleben ist für dasKind ein so unvermittelter, dafs die meisten Fibeln die Not-wendigkeit von Vorübungen betonen. Diese sollen 1. dieKinder in die Schuldisziplin einführen, 2. sie an den Gebrauchder hochdeutschen Sprache gewöhnen, 8. Ohr, Auge und Handfür die kommenden Aufgaben vorbereiten, 4. Liebe zu Schuleund Lehrer und Lust zum Lernen hervorrufen. (Schlimbach.)

Der Einführung in die Disziplin dienen Belehrungenüber die Haltung beim Sitzen, Stehen, Weggehen und Kommen,über das Hernehmen und Weglegen der Schulgeräte, Gewöhnungan gemeinsame Thätigkeit nach Takt oder Zeichen, Turnübungenin und auf serhalb der Schulbank, Gewöhnung zur Reinlichkeit,Pünktlichkeit.

Gewöhnung zum Gebrauche des Hochdeutschenwird erzielt durch Anschauungs- und Sprechübungen.

Die Vorübungen für das Ohr lehren die' Gliederung derSprache durch Auflösen von Silben in Laute, von Wörtern in Silbenund von Sätzen in Wörter. Die Vorübungen für das Augebegreifen in sich das Anschauen von Dingen und Bildern und dasOrientieren über die Begriffe oben, unten, rechts, neben, über u. s. w.Nach der ersten Richtung hin verbinden sie sich mit dem Anschau-ungs- und Sprechunterricht, in letzterer Beziehung mit den Vor-übungen für die Hand. Diese umfassen auch noch die Unter-scheidung und das Ziehen von wagrechten, senkrechten und schiefenLinien, das Zeichnen gerad- und krummliniger Figuren, die Erklärungdes Liniennetzes und das Schreiben der Buchstabeneleniente.

Bei der nun folgenden Erlernung der Lautzeichengehen die Wege auseinander. Die Anhänger der Schreiblese-methode haben etwa folgende Reihe: i, n, m, e, ei, u, eu, s,t, 1, b etc. D, 0, Ö, A, Au, Ä, Äu, G, S, St, N, M etc. DieKonsonantenhäufung (gelb, blau, Schwalb), die Schärfung unddie Dehnung finden ihre Behandlung in besonderen Abschnitten.Dieser Gang zeichnet sich durch strenge Stufenmäfsigkeit vomLeichten zum Schweren aus.

Bei der Normalwortmethode richtet sich die Reihen-folge der Buchstaben nach den Normalwörtern. Diese sindz. B. bei Marschall: Seil, Nest, Mond, ltad, Rose, Buch,