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1. Anschauungsunterricht.
2. a) Darbietung der Fabel in Prosa, jedoch mit Benutzungdes poetischen Textes. »Der Sperling sprach zum Pferd: Pferdchen,du hast die Krippe voll. Gib mir doch auch etwas von den Kör-nern!« u. s. w.
b) Erfragen des Erzählten und Entwickelung desFaboltextes. Was sprach der Sperling? Wir wollen darüber einGedichtchen lernen. Dies beginnt auch so:
»Pferdchen, du hast die Krippe voll« —Sprecht alle: Pferdchen etc. — Ihr habt wohl schon gesehen,dafs der Bauer am Thore Geld hergeben mufs, wenn er mitseinem Wagen in die Stadt fahren will? Dies Geld ist der Zoll.(Zollhaus, Zolleinnehmer.) Wenn der Bauer nicht zahlen wollte,dürfte er nicht in die Stadt. Unser Sperling ist ein gar keckerVogel. Er setzt sich auf die Krippe, als ob das Pferd vom Haferetwas hergeben müfste, und sagt:
»Gibst mir wohl auch einen kleinen Zoll.«Wie sagt er? (Chorsatz.) Was bedeutet das? u. s. w.
c) Zusammenfassen des Textes: 1., 2. Strophe, Vor- undNachsprechen des Ganzen.
II. Denken. 1. Der Sperling ein Bettler. Von welchem Vogelhörten wir noch, dafs er ein Bettelmann war? (Vom Raben — Fabel:Was ist das für ein Bettelmann? —) Was erhielt der Rabe von derFrau? Wie war sie darum? Wie ist auch unser Pferd? (mitleidig,gutherzig.) Wie war der Rabe, da er rief: Hab' Dank! Wieerzeigt sich auch der Sperling? (dankbar.) Wodurch?
2. Für Wohlt baten ist man Dank schuldig.
III. Anwenden, a) Wie, wann sollen Kinder mit Menschen,mit Tieren Mitleid haben, ihnen helfen ? (Fälle aus der kindlichenErfahrung.)
Wem bist du Dank schuldig? Warum? Wie willst du danken?b) Welche Stücke in der Fibel erzählen von dankbaren Kindern?Aufgaben hierüber wie bei der ersten Lehrprobe.
§40.IV. Geschichte des Anschauungsunterrichtes.
1. Der Anschauungsunterricht als selbständiges Lehrfach derVolksschule ist eine Errungenschaft der neuesten Zeit. Seine Ein-führung wurde ermöglicht durch die mehrere Jahrhunderte fort-gesetzten Bestrebungen, die Anschauung als Bedingung alles Wissenszur Geltung zu bringen.
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