§ 26. Die mitteilende Unterrichtsforrn.
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ist, mufs planmafsig und methodisch geschehen, und essoll die Aufmerksamkeit vor allem auf das hingelenkt werden,was für den Unterrichtszweck nötig ist.
Vorgezeigt wird besonders beim Anschauungsunter-richt, in der Naturkunde, bei den Anfangsgründen desLesens und Schreibens, in der biblischen Geschichte.An den vorzuzeigenden Gegenständen soll das Charakte-ristische besonders in die Augen fallen, weshalb sie in-struktiv, grofs genug und gut beleuchtet sein müssen.Das Vorzeigen darf weder zu kurz noch zulange währen.Um vor den Folgen der Zerstreuung zu behüten, mufs dasAuge des Lehrers gleichmäfsig dem Gegenstande und denSchülern zugewendet werden.
Wie das Vorzeigen den Anschauungstrieb desSchülers befriedigt, so soll das Vormachen den Nachahmungs-trieb anregen; denn der Schüler wird veranlafst, nachzu-machen, was der Lehrer vorgemacht oder vorgethan hat.Das Vormachen ist bei der Aneignung von Fertigkeitenunerläfslich.
Was vorgemacht wird, mufs sich methodisch rechtfertigenlassen und einfach und deutlich derart ausgeführt werden, dafsalle Schüler den Hergang sehen' 1 und verfolgen können.Beim Nachmachen nehme man es mit der Wiedergabe desCharakteristischen genauer als mit dem weniger Wesent-lichen; dabei dränge man nicht zu sehr, sondern gewähredie erforderliche Zeit. — Das Vormachen ist bei jedem Lehr-gegenstande wenigstens teilweise anwendbar, am meisten aberbeim Schreiben, Lesen, Singen, Zeichnen und Turnen,auch beim ersten Anschauungsunterricht.
Das Vorsprechen des Lehrers (mündliches Vorzeigen)und das Nachsprechen des Schülers ist überall nötig, wo essich darum handelt, dafs der Schüler ein Wort, einen Satz etc.in ganz bestimmter Form auffassen und behalten soll. DieseLehrform reicht vom häuslichen Unterricht in die Schule hinein,wo sie auf der unteren Lehrstufe zur Bildung der Sprach-kraft mit bestem Erfolge Verwendung findet. — Was vor-gesprochen wird, mufs dem Inhalte nach verständlich undmerkenswert, der Form nach sprachrichtig, einfach und kurzsein und laut, deutlich und mit richtiger Betonung (in