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A. U. Von der Methode des Unterrichts.
Die Unterrichtsformen.
Ein weiteres wesentliches Stück des methodischenUnterrichts ist die Lehrform, d.h. die Art und Wei se, inwelcher Lehrer und Schüler wechselseitig thätigerscheinen. Sie betrifft mehr das äulsere Lehrverfahren,welches durch die Art des sprachlichen Verkehrs modifiziert wird.
Eigentlich gibt es nur zwei .Unterrichtsformen, nämlich:
1. die mitteilende (monologische, vortragende [akroa-niatische] 1 ), bei welcher der Lehrer vorzeigt, vorträgt, vor-macht und vom Schüler nichts anderes verlangt, als dafs eraufmerke, zuhöre, nachmache und sich das Dargebotene aneigne;
2. die entwickelnde (dialogische, fragende [erotema-tische], aufgebende), bei welcher der Lehrer durch Fragen undAufgaben den Schüler zur Antwort, zum Selbstfinden der Er-kenntnis, zur Lösung, zur Selbsttätigkeit anregt und auffordert.
§ 26.I. Die mitteilende (monologische, vortragende, akroamatische)
Unterrichtsform
kann sich in verschiedener Weise gestalten; Je nachdem manmit dem Vortrage andere Thätigkeiten verbindet oder freivorträgt, heilst diese Unterrichtsform a) die deiktische 2 )(vorzeigende, vormachende, vorsprechende), b) die mnemo-nische (gedächtnismäfsige), c) die vortragende.
a) Die deiktische Lehrform. Vorzeigen, Vormachenund Vorsprechen sind beim Schulunterricht ebenso not-wendig als wirksam, deshalb auf allen Lehrstui'en, besondersaber auf den unteren, verwendbar.
Durch das Vorzeigen sollen wirkliche Gegenstände,die Sachen selbst, oder (wo solche nicht zu haben und zubeschaffen sind) deren künstliche Nachbildungen (Modelle,Bilder, Karten) dem Schüler zur Anschauung vor die Sinnegebracht werden, damit er dadurch zu klaren Vorstellungengelangen kann.
Das Vorzeigen, mit dem das bestimmende, nachhel-fende und sondierende Wort des Lehrers zu verbinden
') Griechisch akroama =2 ) Griechisch deiknymi
Vortrag.= ich zeige.