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A. U. ■ Von der Methode des Unterrichts.
Zeit vollständig klar zu überschauende Abschnitte zu machen,Sammel- und Ruhepunkte eintreten zu lassen und am Schlüssedas gewonnene Ergebnis begrifflich oder als Kegel, Gesetz etc.zusammenzufassen (wovon noch genauer bei den Lehrstui'engehandelt wird), dasselbe zur Übung, Anwendung und Wieder-holung zu bringen.
§ 25.Die Unterrichtsstufen.
Wie der Unterricht im allgemeinen vorwärts schreitet, gibtder Lehrgang an; wie der Lehrstoff gegliedert werden mutsund die einzelnen Abschnitte unterrichtlich zu verarbeitensind, besagt die Lehre von den Unterrichtsstufen. DesPhilosophen Herbart unbestrittenes Verdienst ist es, die vor-handenen wertvollen Gedanken darüber schärfer gefafst undpsychologisch tiefer begründet zu haben. Ziller führte dieHerbartschen Stufen nach seiner eigenen Ansicht weiter ausund richtete dieselben für die Praxis zu, während ein andererAnhänger Herbarts, Dörpfeld, bei dem gleichen Streben nacheiner entsprechenden Artikulation [Gliederung] des Unter-richts den Zusammenhang mit der geschichtlichen Entwicklungder Didaktik im Auge behielt.
A. Herbart betrachtet als nächstes Ziel des Unterrichts dieVielseitigkeit des Interesses (s. S. 34). Die vielseitige Bildungkann aber nur nach und nach gewonnen werden. Die Auffassungund Gewinnung des Vielen setzt Vertiefung, die Vereinigungund Sammlung desselben Besinnung voraus. Vertiefung undBesinnung sollen, »gleich einer geistigen Respiration«, stets mit-einander abwechseln, zuerst ruhend, dann fortschreitend sein.Werden Vorstellungen aus den Massen, in denen sie sich darbieten,herausgehoben, vereinzelt, zerlegt, entmischt, scheidet alles, was imVorstellen trübe war, aus, so entsteht Klarheit (durch ruhendeVertiefung). Der Portschritt von einer Vertiefung zur anderenbringt die zu elementarer Klarheit erhobenen Vorstellungen zu-sammen, so dafs jede mit andern, am leichtesten mit verwandten,Verbindungen eingehen kann und bewirkt so eine innige, festeVerknüpfung oder Assoziation der Vorstellungen (fortschreitendeVertiefung). Die Besinnung richtet sich zunächst auf dasgegenseitige Verhältnis der Glieder in der Assoziation, weist jedesEinzelne als Glied des Verhältnisses an seinen richtigen Ort, schafftOrdnung und System (ruhende Besinnung). Durchläuft dieBesinnung im regelmäfsigen Denken das systematisch Geordnete,