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A. U. Von der Methode des Unterrichts.
a) der Unterricht an den Anschauungs- und Erfah-rungskreis des Schülers anknüpfe, vom Bekannten zumUnbekannten, vom Sinnlichen zum Übersinnlichen, vomNahen zum Entfernten etc. fortschreite;
b) dafs bei steter, stufenmäfsiger und lückenloserEntwicklung das Nachfolgende sich stets auf dem Vorher-gehenden aufbaue, kein neuer Schritt zur Erreichung desZieles gethan (oder verlangt) werde, bevor das Vorausgegangenezum freien geistigen Eigentum des Schülers geworden (apper-cipiert) ist, dafs aber auch nicht so lange bei demselben ver-weilt werde, bis der Mangel am Fortschreiten sich lästig fühl-bar macht.
Beachtet der Lehrer den Standpunkt des Schülers nicht, solangweilt er diesen, wenn er zu wenig, oder bleibt ihm un-verständlich, wenn er zuviel voraussetzt. (Vorstellungsrhythmus).
Ein Unterricht, der obigen Forderungen Rechnung trägt,schreitet sicher vorwärts; daher der Unterrichtsgrundsatz:Unterrichte stetig fortschreitend!
5. Grundsatz. Mit Bezug auf die vorausgehenden Unter-richtsgrundsätze ist vom erziehenden Unterricht zu fordern,dafs er
a) durch Angabe des zu behandelnden Stoffes ver-wandte Vorstellungen ins Bewufstsein ruft (Bd. I. § 31);
b) die Kräfte des Schülers (Verstand, Gedächtnis, Phan-tasie, Gefühl, Wille § 17) möglichst vielseitig anregt, seineWii'sbegierde weckt, durch Fragen wach erhält und jedeErmüdung, sei es durch verwirrendes Vielerlei von Wissens-stoffen oder durch ertötende Einförmigkeit in Lehrstoff undLehrform, vermeidet, dagegen durch weises Mafshaltenund entsprechenden Wechsel der Lehrgegenstände undLehrformen den Schüler in einer gewissen Spannung undfrohen Stimmung erhält.
Alles Unnütze, Zwecklose, Ablenkende erzeugt Langeweile undmufs deshalb fernbleiben; denn »langweilig zu sein, ist die gröfsteSünde des Unterrichts« (Herbart).
c) das durch Selbsttätigkeit erworbene Wissen undKönnen des Schülers durch Übung steigern, anwendenund verwerten lehrt;