§ 23. Allgemeine Grundsätze des Unterrichts.
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rieht) den Anstols gab, ist aus der speziellen Methodik ersicht-lich (§ 37 ff.).
3. Grundsatz. Alles Lernen, alle Aneignung beruht aufdem psychologischen Prozesse der Apperception. (Vergl. Bd. IErziehungslehre § 31.) Der Vorgang derselben ist richtig an-zubahnen, der Lehrstoff daher in einer solchen Reihenfolgevorzuführen, dafs die Aneignung sich ohne Hindernisse vollziehtund zum Abschlüsse gelangt. Der Unterrichtende wählt dazu
a) diejenigen Mittel und Wege, welche am leich-testen, sichersten und schnellsten zum Ziele führen,gibt nicht zu viel, nimmt es aber genau, macht alles anschau-lich und begreiflich, lehrt ohne Umschweif, hebt dasWesentliche vor dem Unwesentlichen hervor und gliedertden Lehrstoff logisch und methodisch. Dies ist besondersAnfängern zu raten, die nicht selten darin fehlen, dafs sie ihrganzes Wissen auf einmal an den Mann bringen wollen unddabei oft vom Hundertsten ins Tausendste kommen. (Zweck-mäßige Lehrmittel!)
Comenius fordert bei der Methode der Wissenschaften, dafsdas zu Lehrende geradezu, ohne Umschweif gelehrt werde. (GrofseUnterrichtslehre, Kap. 20.)
b) eine einfache und leichtf afsliche Sprache,eine den Kindern verständliche Ausdrucksweiseund redet nicht von Dingen, für welche den Kindern die nötigenVorstellungen fehlen. Er mufs sich in sprachlicher Bezieh-ung auf den Standpunkt der Kinder herablassen können. Kind-liche, nicht kindische Sprache!
Was die Schüler lernen sollen, muls ihnen so klar vorgetragenund erläutert werden, dafs sie es vor sich haben, wie ihre fünfFinger.« (Comenius, Gr. Unt.-Lehre, Kap. 17 Abs. 4.)
Ein diesen Anforderungen entsprechender einfacher,leichtf afslicher Unterricht führt zu sicherem Erfolge; daher derUnterrichtsgrundsatz: Unterrichte einfach, leichtfafslich!
4. Grundsatz. Mit dem Vorausgegangenen hängt engezusammen, dafs der Unterricht jene Vorstellungen im Bewufst-sein des Schülers hebt, welche mit den neu zu vermittelndenVorstellungen ähnlich oder verwandt sind und diesen daherappereipierend entgegenkommen. Der psychologische Stand-punkt fordert also, dafs