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A. U. Von der Methode des Unterrichts.
b) Man kann und darf aber bei den äufseren Anschau-ungen nicht stehen bleiben, sondern soll und mufs den Unter-richt auch dadurch anschaulich machen, dai's man
die Erfahrung des Schülers durch Berufung auf dasvon ihm früher Angeschaute — seine innere Anschauung(Vorstellung) — zu Hilfe nimmt und den Schüler anhält,neben der richtigen Bezeichnung (Namengebung) der Dingeund Vorstellungen selbstthätig Begriffe aus den Einzel-vorstellungen zu bilden, abzuleiten, zu abstrahieren,zu denken. (Daher hat das Wort »bilden« auch die Bedeu-tung, richtige und klare geistige Bilder [Vorstellungen] im Be-wufstsein zu befestigen, sie zu vergleichen, zu kombinieren etc.)Die Abstraktion folgt der wirklichen Anschauung nach, weilsie auf dieser beruht. Erst die Sache, dann das Wort, dasZeichen!
Das Abstrakte wird anschaulich, wenn man die Beziehungdesselben auf die wirklichen und persönlichen Verhältnisse ermög-licht und nahe legt. (Liebe: Elternliebe, Kindesliebe.)
c) Das Kind bringt eine Menge von Anschauungen mitzur Schule. Aber dieselben sind meistens unklar und verwor-ren und bedürfen daher der Klärung durch erneutes auf-merksames Anschauen, welches das Kind erst lernen mufs.Im Anschauungsvorrat desselben finden sich aber auch Lücken,deshalb mufs der Lehrer bei jedem Unterricht sich erst ver-gewissern, ob der Schüler diejenigen Anschauungen besitzt,welche die Vorbedingung für die Entstehung neuer Vorstel-lungskreise bilden und für ihr Zustandekommen sorgen, wennsie nicht vorhanden sind. (Vorbereitung S. 68).
In der That beruht all unser Wissen auf der An-schauung der Dinge und Verhältnisse der Natur und aufder Abstraktion über dieselben. Aller Unterricht mufs da-her anschaulich sein und deshalb der Unterrichtsgrund-satz: Unterrichte anschaulich!
Auch diese Forderung wurde zuerst von Comenius aufgestelltund gewann durch Pestalozzi, der die Anschauung als „dasabsolute Fundament aller Erkenntnis" bezeichnete, dauernd undallgemeine Geltung für die Schule.
Dafs der Grandsatz: »Unterrichte anschaulich« zur Ent-stehung eines besonderen Unterrichtsfaches (Anschauungsunter-