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A. U. Vorn Stoff des Unterrichts.
einandergreif en aller Unterrichtsgegenstände schonmit Beginn des Schulunterrichts notwendig ist, so hat mandoch auch daran festzuhalten, dafs die Lehrgegenstände vonAnfang an zugleich in einer bestimmten zeitlichenReihenfolge zu behandeln sind. Wird aber ein neuer Lehr-gegenstand aufgenommen, so ist demselben so viel Zeit zuzu-messen, als notwendig erscheint, damit derselbe mit Energie Ein-gang in die herrschenden Vorstellungskreise gewinne. (RichtigeVerbindung des Nacheinander und des Nebeneinander!)Von dieser Ansicht war schon Gras er geleitet, der in seiner»Divinität« (1811) den Elementarunterricht in drei Hauptklassenzu je zwei Schuljahren teilte nach den drei Hauptperioden derEntwicklung: der Sinnlichkeit, des Verstandes und der Vernunft.Während des ersten Bienniums bewegt sich das Leben im Kreiseder Anschauung (1. Jahr Kenntnis der Familie, 2. Jahr derGemeinde). Im zweiten Biennium soll der Schüler auf der Gründ-lage der bisher erworbenen Kenntnisse durch den Unterricht einenBegriff erhalten vom Vaterland (3. Jahr) und vom Ausland(4. Jahr). Im dritten Biennium mufs der Unterricht besonders mitdem Urteilsvermögen aufgefafst werden. Kenntnis der Be-ziehungen des Menschen zur Menschheit, zur Natur und Gottheit(5. Jahr), Kenntnis des Universums und Gottes im Verhältnis zumMenschengeschlecht (6. Jahr). So dehnt sich der Unterricht insechs konzentrischen Kreisen (gemäfs der Zahl der damals für dieVolksschule festgesetzten sechs Schuljahre) nach Umfang und Ver-tiefung aus. (Vgl. Comenius, Dkl. mag., Kap. 27 u. 29.)
3. Der konzentrisch angelegte Lehrplan führt aber nochnicht notwendig zu einer organischen Einheit. Mansucht diese zu erzielen durch die Beziehung derverschiedenen Teile des Unterrichts aufeinander,durch die Konzentration dos Vorstellimgskrelses. DieseIdee, welche schon Jacotot in den Worten ausdrückte: »Ver-stehet ein Buch und beziehet alle anderen darauf« — ist wegender einheitlichen Ausgestaltung des kindlichen Gedanken-kreises festzuhalten, indem Verwandtes und Zusammen-gehöriges aufeinander bezogen und, wo es geht, zusammen-geordnet wird.
Die absichtliche Konzentration oder Verknüpfung'derVorstellungen und Gedanken, welche der Unterricht dar-bietet, kann sich beziehen 1. auf den Stoff eines einzelnen