§ 8. Einteilung der Begriffe.
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Winkeln, so ergeben sich Nebeneinteilungen; wird ein Ein-teilungsglied selbst wieder eingeteilt, so erhält man Unter-abteilungen (SubdiVisionen). Werden die Neben- undUnterabteilungen eines Begriffes unter der Herrschalt einerdurchgreifenden Regel so zusammengeordnet, dals die Klassi-fikation eine geschlossene Einheit bildet, so erhält man einSystem
Nach der Gliederzahl der Einteilung unterscheidet man:Zweiteilung (Dichotomie), Dreiteilung.(Trichotomie) undVielteilung (Polytomie).
2. Mit der Division oder der Unterscheidung der Arteneiner Gattung sind nicht zu verwechseln:
a) Die Partition, welche die Bestandteile eines und des-selben Ganzen angibt,
z. B. Der Baum besteht aus Wurzel, Stamm und Krone.
b) Die Disposition oder die teils auf der Divisiou, teilsauf der Partition beruhende Zerlegung eines Denkstoffes zumZweck geordneter Darstellung. Z. B. Die Erziehungslehrehandelt: 1. von dem Zögling, 2. von dem Erzieher und 3. vonder Erziehung. Bei letzterer sind zu behandeln: a) der Zweck,b) die Mittel, c) die Methode, d) die Stätten der Erziehung.
3. Haupterfordernisse der Einteilung sind:
a) Die Einteilung mufs vollständig sein, d. h. die Ein-teilungsglieder müssen den ganzen Umfang des Einteilungs-ganzen wirklich ausmachen, nicht weniger und nicht mehr, dadie Einteilung aufserdem zu eng oder zu weit ist.
Z. B. Zu eng: Die Einteilung der Bewohner Deutschlands inProtestanten, Katholiken und Israeliten.Zu weit: Die Einteilung der Parallelogramme in Quadrate,Rechtecke, Rhomben, Rhomboide und Trapeze.
b) Die Einteilung mufs klar sein, so dafs sich die Ein-teilungsglieder völlig ausschliefsen.
Z. B. Der Charakter ist entweder gut oder schlecht.
c) Der Einteilungsgrund mufs die gauze Einteilung hin-durch festgehalten werden.
Z. B. Die Dreiecke sind recht-, spitz- und stumpfwinklig.
Böhm, Praktische T'ntcrrlclitsOohro. 4. Aufl.