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2 (1899) Praktische Unterrichtslehre für Seminaristen und Volksschullehrer : [mit Katholischer Katechetik]
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Die logischen Grundlagen.

§ 8.Einteilung (Division) der Begriffe.

1. Die Definition verdeutlicht den Inhalt des Begriffes,die Einteilung (=Division) hat den Umfang desselbenklarzumachen. Werden die Gerneinbegriffe in Gattungen undArten zerlegt, so entstellt eine Klassifikation. Z. B.

Viereck.

Parallelogramme

Nichtparallelogramnie

rechtwinkelige schiefwinkelige

Trapeze

Trapezoide

Quadrat Rechteck Rhombus Rhomboid

syiTimotr. unreKclm. Hymmotr. unregclin.

Trapeze Trapeze Trapezoide Trapezoide

Die vorstehende Übersicht klassifiziert die Vierecke. DerKlassenbegriff Viereck wird durch das Merkmal »Richtung derSeiten« in Parallelogramme und Nichtparallelogramme zerlegt.Nun ist aber der untergeordnete Begriff Parallelogramm wiederein Gattungsbegriff, der durch das Merkmal Winkel in recht-winkelige und schiefwinkelige Parallelogramme geteilt wird.Die Einteilung setzt sich bis zu den Quadraten, Rechtecken,Rhomben etc. fort, welche als die untersten Arten erscheinen.

Bei der Einteilung ist folgendes zu unterscheiden:

a) Das Einteilungsganze, d. h. der Allgemeinbegriff,dessen Arten und Unterarten angegeben werden (Viereck).

b) Die Einteilungsglieder oder die dem Einteilungs-ganzen untergeordneten Artbegriffe (Parallelogramme und Nicht-parallelogramme).

c) Der Einteilungsgrund (fundamentum divisionis);er ist der wichtigste Punkt in der Einteilung. Bildet einwesentliches Merkmal den Einteilungsgrund, so gelaugt manzu einer natürlichen Einteilung; ein unwesentlichesMerkmal führt zu einer künstlichen Einteilung. (Vergleichedas natürliche und künstliche Pflanzensystem.)

Der Einteilungsgrund mufs festgehalten, d. h. es dürfen nichteinzelne Glieder nach einem anderen Einteilungsgrund heran-gezogen werden.

Teilt man den Begriffsumfaiig nach mehreren Ein-teilungsgründen ein, z. B. die Dreiecke nach den Seiten und