waren. Einige Tage, nachdem er die väterliche Druckereiübernommen hatte, hatte er einen seiner Studienfreundegetroffen, der damals dem tiefsten Elend preisgegeben war.Der Freund David Sechards war ein junger Mann von un-gefähr einundzwanzig Jahren, namens Eucien Chardon,der Sohn eines frühern Eegimentswundarztes der repu-blikanischen Armeen, der infolge einer Verwundung außerDienst gekommen war. Die Natur hatte aus ChardonsVater einen Chemiker gemacht, und der Zufall hatte ihnals Apotheker nach Angouleme geführt. Der Tod über-raschte ihn inmitten von Vorbereitungen zur Ausbeutungeiner großartigen Erfindung, zu der er mehrere Jahrewissenschaftlicher Studien gebraucht hatte. Er wollte jedeArt Gicht heilen. Die Gicht ist die Krankheit der Reichen,und die Reichen zahlen die Gesundheit gut, wenn sieihrer beraubt sind. Daher hatte der Apotheker dieses Pro-blem aus den vielen ausgewählt, die sich seinem Nach-denken dargeboten hatten. Der selige Chardon hatte inseiner Stellung zwischen Wissenschaft und Erfahrung be-griffen, daß allein die Wissenschaft sein Vermögen be-gründen könnte: er hatte also die Ursachen der Krank-heit studiert und sein Mittel auf eine gewisse Lebens-weise gegründet, die er jedem Temperament anpaßte. Erstarb während eines Aufenthalts in Paris, wo er dieApprobation der Akademie der Wissenschaften hatte ein-holen wollen, und verlor so die Frucht seiner Arbeit. DerApotheker hatte, da er ein großes Vermögen vor sich sah,in der Erziehung seines Sohnes und seiner Tochter nichtsverabsäumt, und so hatte der Unterhalt seiner Familiealle Erträgnisse der Apotheke verschlungen. So kam es,daß er seine Kinder nicht nur im Elend zurückließ, son-dern daß er sie auch zu ihrem Unglück in der Hoffnungauf eine glänzende Zukunft aufgezogen hatte, die mit ihmerlosch. Der berühmte Desplein, der ihn behandelte, sah
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