entriß, und er brachte sie nicht ohne Anstrengungen dazu,daß sie eine Summe von zweiundzwanzigtausend Frankenfür das Journal de la Charente gaben. Aber David mußtesich verpflichten, niemals wieder irgendein Blatt zudrucken, widrigenfalls er dreißigtausend Franken Schad-loshaltung zu zahlen hätte. Dieser Verkauf war der Selbst-mord der Druckerei Sechard, aber der Winzer beunruhigtesich nicht darüber. Nach dem Diebstahl kommt immer derMord. Der Ehrenmann hatte im Sinne, diese Summe zurBezahlung seiner Forderung zu verwenden, und um sie indie Hände zu bekommen, hätte er David noch mit dazuverkauft, insbesondere da dieser lästige Sohn Ansprucha uf die Hälfte dieses unerhofften Gewinns hatte. ZurEntschädigung überließ der edelmütige Vater ihm dieDruckerei, wobei aber die Bestimmung, daß der Sohn fürdie Miete des Hauses die famosen zwölfhundert Frankenzu zahlen hatte, bestehen blieb. Seit dem Verkauf derZeitung an die Cointet kam der Alte nur noch selten indie Stadt, er schützte sein hohes Alter vor; aber der wahre«■rund war das geringe Interesse, das er an einer Druckerei''ahm, die ihm nicht mehr gehörte. Trotzdem konnte erdie alte Liebe zu seinen Werkzeugen nicht ganz aufgeben.Wenn seine Geschäfte ihn nach Angouleme führten, wärees sehr schwer gewesen, zu entscheiden, was ihn am meistenm sein Haus zog, seine hölzernen Pressen oder sein Sohn,z u dem er kam, um pro forma seine Miete zu verlangen.Sein früherer Faktor, der jetzt bei den Cointet war, wußte,Was er von diesem väterlichen Edelmut halten sollte; ersagte, ,der schlaue Fuchs behielte sich auf diese Weisedas Recht vor, sich in die Geschäfte seines Sohnes einzu-mischen, indem er durch die Aufhäufung der Mietschuldbevorrechtigter Gläubiger würde'.
Die Unbekümmcrtheit David Seehards hatte Ursachen,die fü r ( i en Charakter des jungen Mannes bezeichnend