Druckschrift 
1 (1909)
Entstehung
Seite
18
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und da beim jetzigen Zustand der Einrichtung dreißig-tausend Franken ein unerhörter Preis waren, rief der Sohnaus: „Vater, du plünderst mich aus!" „Was, ich? Habeich dir nicht das Leben gegeben?" sagte der alte Trunken-bold und hob die Hand zur Decke empor. „Aber, David,wie hoch schlägst du denn das Patent an? Überlegst dudir, wieviel das ,Anzeigeblatt' wert ist, wo die Zelle zehnSous kostet? Das Privileg ganz allein hat im letztenMonat fünfhundert Franken eingebracht. Junge, öffnedoch die Bücher, sieh nach, was die Anschläge und dieRegister der Präfektur einbringen und die Kundschaft desMagistrats und der bischöflichen Kanzlei! Du bist eindummer Kerl, der reich werden kann und nicht will. Dufeilschst noch um das Pferd, das dich zu einem so schönenHerrensitz tragen kann, wie mein Marsac ist."

Verbunden mit dem Inventar war ein Gesellschaftsver-trag zwischen dem Vater und dem Solin. Der gute Vatervermietete der Gesellschaft sein Haus für eine Summevon zwölfhundert Franken, obgleich er es nur für sechs-hundert gekauft hatte, und er reservierte sich darin eineder beiden Dachkammern. Solange David Sechard diedreißigtausend Franken nicht bezahlt hatte, sollte derReingewinn zu gleichen Hälften geteilt werden; von demTage an, wo er diese Summe seinem Vater bezahlt hatte,sollte er alleiniger Eigentümer der Druckerei werden.David legte Wert auf das Patent, die Kundschaft und dieZeitung, ohne sich um die Pressen zu kümmern; er glaubte,es könnte ihm gelingen, die Schuld abzutragen, und akzep-tierte die Bedingungen. Der Vater, der an die Bauern-kniffe gewöhnt war und von den weiterblickenden Be-rechnungen der Pariser nichts wußte, war über einen soschnellen Entschluß erstaunt. , Sollte mein Sohn Geldhaben,' fragte er sich, ,oder entschließt er sich in diesemAugenblick, mich nicht zu zahlen?'18