Druckschrift 
1 (1909)
Entstehung
Seite
15
Einzelbild herunterladen
 

Pressen zusammen wert sind, und dazu zerbrechen sieeinem, da sie nicht elastisch sind, noch die Lettern. Ichhin nicht gelehrt wie du, aber merke dir das eine: dasLeben der Stanhopepressen ist der Tod der Lettern. Diesedrei Pressen halten sich gut, die Arbeit wird sauber ge-druckt, die Leute im Angoumois verlangen nichts anderes.Druck du mit Eisen oder mit Holz, mit Gold oder mitSilber, sie zahlen dir keinen Heller mehr." „Ferner", lasDavid, „fünfzig Zentner Schrift aus der Gießerei vonVaflard ..." Bei diesem Namen konnte der Schüler derFirma Didot ein Lächeln nicht zurückhalten. „Lach dunur! Nach zwölf Jahren sind die Lettern noch wie neu.Das nenne ich mir einen Gießer! Herr Vaflard ist einEhrenmann, der dauerhafte Ware liefert; und ich fürmeinen Teil nenne den den besten Gießer, den man amseltensten braucht." „Geschätzt auf zehntausend Franken,"las David weiter vor. „Zehntausend Franken, Vater! Aberdas sind vierzig Sous für das Pfund, und die Firma Didotverkauft ihre Cicero neu für sechsunddreißig Sous dasPfund. Die elenden Schusternägel, die Ihr da habt, sindnur den Gußpreis wert, zehn Sous das Pfund!" „Gibstdu der Schreibschrift, der Kursivschrift, der Rundschriftdes Herrn Gille, des frühern kaiserlichen Druckers, denNamen Schusternägel! Das sind Lettern, von denen dasPfund sechs Franken wert ist, Meisterwerke der Schrift-gießerei, die vor fünf Jahren gekauft sind, und von denenßianche noch weiß sind, wie sie aus der Gießerei gekommenß ind. Da sieh!"

Der alte Sechard griff nach einigen Fächern, in denenöchriftgattungen lagen, die niemals benutzt worden waren,Und zeigte sie ihm.

»Ich bin kein Gelehrter, ich kann nicht lesen und nichtschreiben, aber so viel verstehe ich, daß ich weiß, dieSchriften des Hauses Gille waren die Väter der englischen

15