Druckschrift 
1 (1909)
Entstehung
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worden wäre; man hätte ihn sich ebensowenig ohne seineKleidungsstücke vorstellen können, wie eine Zwiebel ohnedie Häute. Wenn der alte Drucker nicht schon längstwegen seiner blinden Habgier bekannt gewesen wäre, hättedie Art, wie er sein Geschäft übergab, genügt, ihn zu charak-terisieren. Trotz den Kenntnissen, die sein Sohn von derhohen Schule des Didot mitbringen mußte, nahm er sichvor, das gute Geschäft mit ihm zu machen, das er schonlange hin und her überlegt hatte. Freilich wenn der Vaterein gutes Geschäft machte, war es unausbleiblich, daß derSohn ein schlechtes machte. Aber für den Wackeru gabes in Geschäften nicht Sohn und nicht Vater. Hatte erzuerst in David sein einziges Kind gesehen, so erblickteer später in ihm nur noch den gegebenen Käufer, dessenInteressen seinen entgegengesetzt sein mußten: er wollteteuer verkaufen, David mußte billig kaufen; sein Sohnwar also ein Feind geworden, den es zu besiegen galt.Diese Umwandlung des zärtlichen Gefühls in persönlichesInteresse, die bei wohlerzogenen Leuten gewöhnlich lang-sam, versteckt und heuchlerisch vor sich geht, war beidem Alten schnell und unverhohlen, und der Bär zeigte,um wieviel stärker die schlaue Saufographie war, als diekunstgerechte Typographie. Als sein Sohn anlangte, be-nahm sich der Ehrenmann ihm gegenüber mit der ge-schäftlichen Zärtlichkeit, die die Gewandten für ihre Opferhaben: er ging mit ihm um wie ein Liebhaber mit seinerGeliebten; er gab ihm den Arm, er sagte ihm, wo er dieFüße hinsetzen mußte, um sich nicht mit Schmutz zu be-spritzen, er hatte ihm sein Bett wärmen, Feuer anmachenund ein gutes Abendbrot richten lassen. Nachdem eram andern Tag versucht hatte, seinen Sohn während einesüppigen Mahles betrunken zu machen, sagte Jerome Nico-las Sechard, der stark bezecht war, zu ihm: „Nun zumGeschäft!" Und das war so kurios zwischen zwei Rülps-

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