Druckschrift 
1 (1909)
Entstehung
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und das waren drei Kunden, die einem jungen Menschen,der sich regte, ein großes Vermögen verschaffen mußten.Genau in der Zeit kauften die Brüder Cointet, ihres ZeichensPapierfabrikanten, das zweite Druckerpatent der StadtAngouleme, das der alte Sechard bisher unter dem Schutzeder kriegerischen Zeitläufte, die unter dem Kaisertumjeden Aufschwung der Industrie erschwerten, nicht hatteaufkommen lassen; aus diesem Grunde hatte er es nichtan sich gebracht, und sein Geiz war ein Grund für denUntergang der alten Druckerei. Als der alte Sechard dieseNachricht erhielt, überlegte er sich vergnügt, den Kampfzwischen seiner Druckerei und den Cointet werde nunsein Sohn durchfechten müssen und nicht er.

,Ich wäre in dem Streit unterlegen,' sagte er sich; ,aberein junger Mann, der bei Didot ausgebildet ist, wird damitfertig werden.'

Der Siebzigjährige ersehnte den Augenblick herbei, woer die Last der Geschäfte los wäre. Er wußte zwar wenigvon der hohen Kunst der Typographie, aber dafür stander im Rufe, in einer andern Kunst sehr stark zu sein, diedie Berufsgenossen recht hübsch die Saufographie genannthaben, in einer Kunst also, die der göttliche Verfasserdes Pantagruel sehr geschätzt hat, deren Pflege aber dankden Verfolgungen der sogenannten Temperenzgesellschaf-ten von Tag zu Tag mehr zurückgeht. Jeröme NicolasSechard, getreu dem Schicksal, das sein Name, derTrockene, ihm bestimmt hatte, war mit einem unaus-löschlichen Durst begnadet. Seine Frau hatte seine Leiden-schaft für den Saft der Traube, die übrigens den Bärenso natürlich ist, daß Chateaubriand sie bei den richtigenBären Amerikas beobachtet hat, lange Zeit hindurch inden gehörigen Schranken gehalten; aber die Philosophenhaben die Bemerkung gemacht, daß die Gewohnheiten derJugend im Greisenalter mit großer Stärke wiederkehren.

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