Druckschrift 
2 (1909)
Entstehung
Seite
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David spielte mit Eva und dem kleinen Lucien inAnwesenheit seines Vaters unter einem Orangenbaum, alsder Gerichtsvollzieher von Mansle ihm eine Aufforderungder Gebrüder Cointet an ihren Teilhaber zur Bestellungdes Schiedsgerichts brachte, dem nach den Bestimmungenihres Gesellschaftsvertrags ihre Streitigkeiten vorgelegtwerden sollten. Die Gebrüder Cointet verlangten die Zu-rückgabe der sechstausend Franken und das Eigentumdes Patents und ebenso die etwaigen künftigen Ergebnissevon dessen Ausbeutung als Entschädigung für die un-geheuren Ausgaben, die sie ohne Ergebnis gehabt hätten.

„Man sagt, du richtest sie zugrunde!" sagte der alteWinzer zu seinem Sohn. „Das ist wahrhaftig von allem,was du gemacht hast, das einzige, was mir gefällt."

Am nächsten Morgen um neun Uhr waren Eva undDavid im Vorzimmer des Herrn Petit-Claud, der der Ver-teidiger der Witwen und der Vormund der Waisen gewor-den war, und dessen Ratschlägen allein sie folgen wollten.

Der Beamte empfing seine früheren Klienten mit größterLiebenswürdigkeit und wollte durchaus, daß Herr undFrau Sechard ihm das Vergnügen machten, mit ihm zufrühstücken.

„Die Cointet verlangen sechstausend Franken vonIhnen?" sagte er lächelnd. „Wieviel schulden Sie nochvom Kaufpreis der Verberie?" „Fünftausend Franken,aber zwei davon habe ich," antwortete Eva. „BehaltenSie Ihre zweitausend Franken," versetzte Petit-Claud.„Also fünftausend! ... Und zehntausend Franken tätenIhnen noch gut, um Ihren Landbesitz hübsch wohnlichzu machen. Also schön! In zwei Stunden sollen Ihnen dieCointet fünfzehntausend Franken bringen ..."

Evas Überraschung war unverkennbar.

„Gegen Ihren Verzicht auf alle Gewinne aus dem Ge-sellschaftsvertrag, den Sie durch gütliche Verständigung

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