Druckschrift 
2 (1909)
Entstehung
Seite
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„Wenn wir fünfzigtausend Franken in die Charente wer-fen, sind wir noch lange nicht ruiniert," fuhr der großeCointet in Erwiderung auf Davids Handbewegung fort,„aber wir wollen nicht wegen der Verleumdungen, die überuns im Umlauf sind, genötigt sein, alles bar zu zahlen, daswürde unsere Bewegungsfreiheit lähmen. Wir müssen unsalso an die Bestimmungen unseres Vertrags halten, daranmüssen beide Teile denken."

,Er hat recht,' sagte sich David, der sich nur um seinegroßen Versuche gekümmert und auf das, was sonst in derFabrik vorging, nicht geachtet hatte.

Und er ging heim nach Marsac, wohin er seit einemhalben Jahre jeden Sonnabend abend gekommen war, umDienstag früh wieder zu gehen. Eva hatte, von dem altenSechard wohlberaten, ein Haus gekauft, das die Verberiehieß. Es lag unmittelbar vor den Weinbergen ihres Schwie-gervaters, und es gehörten drei Morgen Gartenlandes undein Weinberg dazu, der von dem Weingut des alten Sechardeingeschlossen war. Sie lebte mit ihrer Mutter und Marionsehr sparsam, denn sie hatte für dieses reizende Anwesen,das in ganz Marsac das hübscheste war, noch einen Rest-kaufschilling von fünftausend Franken zu zahlen. DasHaus, das zwischen Hof und Garten lag, war aus weißemTuff gebaut, mit Schiefer gedeckt und mit Skulpturengeschmückt, die man sich, da sich der Tuffstein so gutbearbeiten läßt, ohne viel Kosten erlauben konnte. Diehübschen Möbel, die aus Angouleme gekommen waren,schienen auf dem Lande, wo damals in diesen Gegen-den niemand den geringsten Luxus entfaltete, nochhübscher. Hinter dem Hause, im Garten, standen eineReihe Granat- und Orangenbäume und seltene Pflan-zen, die der frühere Besitzer, ein alter General, der vonder Hand des Herrn Marron gestorben war, selbst ge-pflanzt hatte.

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