Druckschrift 
2 (1909)
Entstehung
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lösen," fuhr der Beamte fort. „Paßt Ihnen das?'' „Undwürden wir damit gesetzlich handeln?" fragte Eva. „Durch-aus gesetzlich," erwiderte der Beamte lächelnd. „DieCointet haben Ihnen genug zugesetzt, ich will ihren An-sprüchen ein Ende machen. Hören Sie, ich bin jetzt Be-amter, ich schulde Ihnen die Wahrheit. Die Wahrheit ist,daß die Cointet Sie in diesem Augenblick überlisten, aberSie sind in ihren Händen. Wollten Sie den Kampf auf-nehmen, so könnten Sie den Prozeß, den sie Ihnen anhän-gen wollen, gewinnen. Aber es wäre Gefahr, daß Sie nachzehn Jahren noch kein Urteil hätten. Man wird endlosSachverständige vernehmen und Gutachten einholen, undSie müßten mit den Zufällen der entgegengesetztesten An-sichten rechnen. Und", fügte er lächelnd hinzu, „ich sehekeinen Anwalt, der Ihre Sache hier führen könnte. MeinNachfolger taugt nichts. Ich meine also, ein magererVergleich ist besser als ein fetter Prozeß." „Jeder Ver-gleich, der uns Ruhe gibt, wird mir recht sein," sagteDavid. „Paul," rief Petit-Claud seinem Diener zu, „holenSie Herrn Segaud, meinen Nachfolger! — Während wirfrühstücken, soll er zu den Cointet gehen," sagte er zuseinen alten Klienten, „und in ein paar Stunden kehrenSie nach Marsac zurück, haben ein Vermögen verloren,aber können zufrieden sein. Die zehntausend Frankenbringen Ihnen noch weitere fünfhundert Franken Rente,und in Ihrem hübschen kleinen Anwesen leben Sie glück-lich."

Nach Verlauf von zwei Stunden brachte der AdvokatSegaud, wie Petit-Claud es vorausgesagt hatte, von denCointet in aller Form unterzeichnete Schriftstücke undfünfzehn Tausendfrankenscheine.

„Wir verdanken dir viel," sagte Sechard zu Petit-Claud.„Aber ich habe euch um ein Vermögen gebracht," sagtePetit-Claud seinen erstaunten Klienten. „Ich habe euch

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