Druckschrift 
2 (1909)
Entstehung
Seite
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Ich bringe Ihnen ein Ledersäckchen, in dem für Sie fünf-hundert Franken in Gold sind und wahrscheinlich einBrief."

Eva glaubte zu träumen, als sie den folgenden Brief las:

„Liebe Schwester!

Hier erhältst Du fünlzehntausend Franken. Anstattmich zu töten, habe ich mein Leben verkauft. Ich ge-höre mir nicht mehr: ich bin nicht der Sekretär einesspanischen Diplomaten, ich bin seine Kreatur.

Ich gehe einem schrecklichen Leben entgegen. Vielleichtwäre es besser gewesen, mich ins Wasser zu stürzen.

Lebt wohl! David wird alles bezahlen und frei werden,und mit viertausend Franken kann er ohne Zweifel einekleine Papiermühle kaufen und zu Vermögen kommen.

Denkt nicht mehr, ich will es, an

Euren armen Bruder

Luden."

,,Es ist schon so," rief Frau Chardon, die eben dazu-kam, wie die Säcke abgeladen wurden, „daß mein armerSohn immer Unglück bringt, wie er es schrieb, selbstwenn er Gutes tut."

„Wir sind noch gut davongekommen," rief der großeCointet, als er auf der Place du Mürier war. „Eine Stundespäter hätte der Glanz dieses Silbers diesen Vertrag be-leuchtet, und unser Mann hätte es sich überlegt. In dreiMonaten wissen wir, wie er uns versprochen hat, woranwir uns zu halten haben."

Abends um sieben Uhr kaufte Cerizet die Druckerei undbezahlte sie, wobei er die Miete des letzten Vierteljahrszu zahlen übernahm. Am nächsten Tage brachte Eva demObereinnehmer vierzigtausend Franken, um im Namenihres Mannes zweitausendfünfhundert Franken Eente zukaufen. Dann schrieb sie ihrem Schwiegervater, er sollte

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