Druckschrift 
2 (1909)
Entstehung
Seite
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Der große Cointet verlangte das Recht, das Erfinderpatentauf seinen Namen zu nehmen. Es gelang ihm, die Bestim-mung durchzusetzen, daß in dem Augenblick, wo DavidsNutzungsrechte in dem Schriftstück völlig auseinander-gesetzt würden, das Patent auf den Namen jedes der Teil-haber genommen werden konnte. Sein Bruder sagte schließ-lich: „Er gibt das Geld für das Patent, er trägt die Reise-kosten, und das sind noch einmal zweitausend Franken!Er soll es auf seinen Namen nehmen, oder es wird nichtsaus der Sache."

Der Wucherer von Angouleme triumphierte also auf derganzen Linie. Der Gesellschaftsvertrag wurde um halbfünf Uhr unterzeichnet. Der große Cointet bat Frau Se-chard galant — wie es üblich ist, bei Geschäftsabschlüssender Frau ein Geschenk zu geben —, von ihm ein DutzendMesser und Gabeln und einen schönen Kaschmirschal an-zunehmen, damit sie, wie er sagte, die Unannehmlich-keiten der Auseinandersetzung vergessen möchte. KaumWaren die unterzeichneten Verträge ausgetauscht, kaumhatte Cachan Petit-Claud die Quittungen und die Schrift-stücke sowie die drei schrecklichen, von Lucien herge-stellten Wechsel zurückgegeben, als Kolbs Stimme auf derTreppe ertönte, nachdem man vorher den betäubendenLärm eines Postpackwagens gehört hatte, der vor der Türangefahren war.

„Frau! Frau! Fünfzehntausend Franken!" rief er. „Inwirklichem Silber hat sie Herr Lucien aus Poitiers ge-schickt." „Fünf zehn tausend Franken!" rief Eva und hobdie Arme hoch. „Ja, Frau Sechard," sagte der Pack-meister, der jetzt eintrat, „fünfzehntausend Franken, diemit der Eilpost nach Bordeaux angekommen sind, diewahrhaftig daran zu schleppen hatte! Ich habe zweiLeute unten, die die Säcke heraufbringen. Die Sendungist aufgegeben von Herrn Lucien Chardon von Rubempre.

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