Druckschrift 
2 (1909)
Entstehung
Seite
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ein Manuel im kleinen. Ich werde nie beantragen, daß dirdein Patent entzogen wird. Und schließlich an dem Tage,wo die Zeitung unterdrückt wird, verbrenne ich diesenBrief vor deinen Augen. Dein Vermögen wird dich nichtviel kosten."

Die Leute aus dem Volke haben sehr irrtümliche Ideenüber die verschiedenen Urkundenfälschungen, die das Ge-setz unterscheidet, und Cerizet, der sich schon auf der An-klagebank vor dem Schwurgericht sah, atmete auf.

„Ich werde binnen drei Jahren königlicher Prokuratorin Angouleme sein," fuhr Petit-Claud fort, „du wirst michbrauchen können, denke daran." „Abgemacht," sagte Ceri-zet; „aber Sie kennen mich nicht. Verbrennen Sie diesenBrief vor meinen Augen, verlassen Sie sich auf meineDankbarkeit."

Petit-Claud sah Cerizet an. Es war eins der Duelle vonAuge zu Auge, in dem der Blick dessen, der beobachtet,wie ein Skalpell ist, mit dem er die Seele zu eröffnen ver-sucht, und in den Augen dessen, der seine Tugenden zurSchau stellt, sich ein ganzes Drama abspielt.

Petit-Claud antwortete nichts; er zündete eine Kerzean und verbrannte den Brief, wobei er sich sagte: ,Er hatein Vermögen in Aussicht.'

„Sie haben eine verdammte Seele," sagte der Faktor.

David erwartete die Besprechung mit einer unbestimm-ten Ungeduld, ihn beschäftigte weder die Erörterungseiner Interessen noch der Vertrag, der geschlossen werdensollte, sondern die Meinung, die die Fabrikanten von seinenArbeiten haben würden. Er war in der Lage des Dra-matikers vor seinen Richtern. Der empfindliche Erfinder-stolz und seine Angst in dem Augenblick, wo er vielleichtam Ziel angelangt war, drängten jede andere Empfindungzurück. Endlich um sieben Uhr abends, genau zu der Zeit,wo die Frau Gräfin du Chätelet sich unter dem Vorwand

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