Druckschrift 
2 (1909)
Entstehung
Seite
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Houmeau erfahren, daß man Lvicien jenseits Marsac aufder Straße nach Paris gesehen hatte. Sein stutzerhafterAnzug war den Landleuten, die ihre Produkte in die Stadtfuhren, aufgefallen. Kolb war auf die Straße hinaus-geritten und hatte schließlich in Mansle erfahren, daßLucien, den Herr Marron erkannt hatte, in einer Kaleschemit Postpferden gesessen wäre.

„Was habe ich gesagt?" rief Petit-Claud, „der Jungeist kein Dichter, er ist ein fortwährender Roman." „MitPostpferden?" rief Eva, „und wo will er diesmal wiederhin?" „Jetzt", sagte Petit-Claud zu David, „kommen Siezu den Herren Cointet, sie erwarten Sie." „Ach, HerrPetit-Claud," rief die schöne Frau Sechard, „bitte wahrenSie unsere Interessen gut, Sie haben unsere ganze Zukunftin der Hand." „Frau Sechard," antwortete Petit-Claud,„wollen Sie, daß die Konferenz bei Ihnen stattfindet? Ichlasse Ihnen David. Die Herren können heute abend hier-herkommen, und Sie sollen sehen, ob ich Ihre Interessenverteidigen kann." „Ach, das wäre mir sehr recht," er-widerte Eva. „Gut," versetzte Petit-Claud, „heute abendum sieben Uhr hier." „Ich danke Ihnen," erwiderte Evamit einem Blick und einer Betonung, die dem Advokatenbewiesen, welche Fortschritte er inzwischen in dem Zu-trauen seiner Klientin gemacht hatte.

„Fürchten Sie nichts! Sie sehen, ich hatte recht," fügteer hinzu. „Ihr Bruder ist dreißig Meilen vom Selbstmordentfernt. Und schließlich werden Sie vielleicht noch heuteabend ein kleines Vermögen haben. Es bietet sich einernsthafter Reflektant auf Ihre Druckerei." „Wenn daswäre," sagte Eva, „warum wollen wir nicht warten, bevorwir uns mit den Cointet einlassen?" „Sie vergessen, FrauSechard," erwiderte Petit-Claud, der die Gefahr, die inseiner Mitteilung lag, merkte, „daß Sie nicht in der Lagesind, Ihre Druckerei zu verkaufen, bevor Sie Herrn414