Mutter und Kolbs zu Fuß nach Marsac. Sie trat dem altenWinzer unerschrocken entgegen, sie war reizend, und siebrachte es zustande, dieses alte Gesicht aufzuheitern;aber als sie mit zitterndem Herzen von der Wechselbürg-schaft sprach, nahm das weingerötete Gesicht des altenTrinkers auf einen Schlag einen völlig andern Ausdruck an.
„Wenn ich meinem Sohn erlaubte, meine Lippen zu be-rühren und mit den Fingern über meine Kasse zu streichen,steckte er mir die Hand bis in die Eingeweide und holtealles heraus," schrie er. „Die Kinder wollen alle das Gelddes Vaters aufessen. He! Wie hab ich es aber gemacht?Ich habe meinen Eltern nie einen Heller gekostet. EureDruckerei ist leer. Die einzigen Spuren von Tätigkeitdarin stammen von den Mäusen und Ratten ... Sie sindsehr hübsch, ich mag Sie gern leiden; Sie sind eine arbeit-same und fleißige Frau; aber mein Sohn! ... Wissen Sie,was David ist? Was? Ein gelehrter Faulenzer ist er. Hätteich ihn aufwachsen lassen, wie ich aufgewachsen bin, ohneetwas von Bildung zu wissen, und hätte ich einen Bärenaus ihm gemacht, wie sein Vater einer war, dann hätte erEinkünfte ... Oh! das ist ein Kreuz, der Junge, glaubenSie mir das! Und leider steht er ganz einzig da. So einExemplar wird nicht wieder aufgelegt werden! Der Menschmacht Sie unglücklich ..."
Eva protestierte mit einer sehr entschiedenen Hand-bewegung.
„Jawohl," antwortete er auf diese Geste, „Sie mußteneine Amme nehmen, vor Kummer ist Ihnen die Milch aus-geblieben, ich weiß alles, sehen Sie! Man schleppt euchvors Gericht und hat eure Schande in der ganzen Stadtausgetrommelt. Ich war nur ein Bär, ich bin kein Ge-lehrter, ich war nicht Faktor bei der Firma Didot, demRuhm der Buchdruckerkunst; aber nie ist ein Stempel-papier in mein Haus gekommen! Wissen Sie, was ich zu
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