Druckschrift 
2 (1909)
Entstehung
Seite
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Manne auf die Knie. „Aber ich sehe, wie sehr du rechthattest, über deine Versuche, über deine Hoffnungen dastiefste Schweigen zu wahren. Ja, mein Freund, die Er-finder müssen die schweren Geburtswehen ihres Ruhmesvor allen Menschen verbergen, selbst vor ihren Frauen!Eine Frau ist immer eine Frau. Deine Eva hat sich desLächelns nicht erwehren können, als sie dich zum sieb-zehnten Male in einem Monat sagen hörte: ,Ich habeetwas gefunden!'"

David lachte so herzlich über sich selbst, daß Eva nachseiner Hand griff und sie innig küßte. Es war ein köst-licher Augenblick, eine der Blüten der Liebe und der Zärt-lichkeit, die am Bande der ödesten Wege, der Not und'Manchmal am Bande des Abgrundes blühen.

Evas Mut verdoppelte sich, als sie sah, wie die Wut desMißgeschicks sich verdoppelte. Die Größe ihres Mannes,seine Beinheit und Unschuld, die Tränen, die diesem Mannv on Gemüt und Poesie manchmal in den Augen standen,alles brachte eine ungewöhnliche Widerstandskraft in ihrz Ur Entfaltung. Sie nahm noch einmal zu dem Mittel ihrrZuflucht, das ihr schon früher so gut geglückt war. Sieschrieb an Herrn Metivier, er sollte die Druckerei zum Ver-kauf ausschreiben, sagte ihm, er sollte von dem Preis, denm an erzielte, bezahlt werden, und bat ihn, David nicht mitunnützen Kosten zugrunde zu richten. Angesichts diesesPrächtigen Briefes stellte sich Metivier tot; sein ersterGehilfe antwortete, in Abwesenheit des Herrn Metivierkönnte er es nicht auf sich nehmen, in das Vorgehen ein-zugreifen, denn das wäre nicht die Gewohnheit seines Chefsln geschäftlichen Dingen. Eva schlug vor, die Wechselsollten prolongiert werden, und David Sechard sollte alleKosten tragen; damit war der Gehilfe einverstanden, wennder Vater David Sechards die Wechselbürgschaft über-nähme. Eva begab sich nunmehr in Begleitung ihrer

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