gericht zu kümmern hätte, das eine Einrichtung für dieKrämer wäre, war gegen den Dichter schon die Exe-kution vollzogen worden. Er sah an seiner Tür denkleinen gelben Zettel, der gewöhnlich auch die Portiers-frauen gelb vor Wut macht, der auf den Kredit die ein-schnürendste Wirkung ausübt, in das Herz der kleinstenLieferanten den Schrecken jagt, und der vor allem dasBlut in den Adern der Dichter zum Stocken bringt, dieso gefühlvoll sind, daß sie Anhänglichkeit für die Holz-stücke, Seidenlappen, Haufen farbiger Wolle und all dasBrimborium haben, das man Möbel nennt.
Als die Leute kamen, um Coralies Möbel abzuholen,suchte der Dichter der ,Margueriten' einen Freund Bixious,einen Advokaten namens Desroches, auf, der zu lachenanfing, als er sah, daß Lucien wegen einer solchen Klei-nigkeit so aufgeregt war.
„Das ist ja nichts, mein Lieber ... Sie wollen Zeit ge-winnen?" „So viel wie möglich." „Widersprechen Sie alsoder Vollstreckung des Urteils. Gehen Sie zu einem meinerBekannten, Herrn Masson, der vor dem Handelsgerichtplädiert, überbringen Sie ihm die Papiere, er wird denEinspruch erneuern, zu Ihrer Vertretung an Gerichtsstelleerscheinen und das Handelsgericht als inkompetent ab-lehnen. Das macht nicht die geringste Schwierigkeit, Sie,sind ja genügend als Journalist bekannt. Wenn Sie vordas Zivilgericht geladen werden, kommen Sie zu mir, dabin ich zugelassen: ich nehme es auf mich, die Leute gründ-lich abzuführen, die die schöne Coralie kränken wollen."
Zum achtundzwanzigsten Mai war Lucien vor das Zivil-gericht geladen und dort schneller verurteilt, als Des-roches geglaubt hatte, denn man ging mit großer Ent-schiedenheit gegen Lucien vor. Als eine neue Beschlag-nahme ins Werk gesetzt wurde, als von neuem der gelbeZettel an der Flurtür Coralies prangte und man die Möbel
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