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2 (1909)
Entstehung
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den vorzugehen, der ihm die Aussicht bietet, am schnellstenzu zahlen. Auf Grund dieser Gesetzesbestimmung gingder Gerichtsvollzieher des Herrn Metivier gegen Ludenvor. Man höre nun die einzelnen Phasen dieses übrigensvöllig unnützen Vorgehens. Metivier, hinter dem dieCointet steckten, kannte die Zahlungsunfähigkeit Luciens;aber nach dem Geist des Gesetzes existiert die tatsäch-liche Zahlungsunfähigkeit rechtlich erst, nachdem sie fest-gestellt worden ist.

Man stellte also die Unmöglichkeit, von Lucien dieBezahlung des Wechsels zu erlangen, auf folgende Weisefest. Der Gerichtsvollzieher von Metivier zeigte am fünftenMai Lucien die Rückrechnung und den Protest von Angou-leme an und lud ihn vor das Handelsgericht von Paris,damit er eine Menge Dinge anhören sollte, unter anderen,er sollte als Kaufmann erklärt und als solcher zu Schuld -haft verurteilt werden. Als Lucien, der, wie wir wissen,in dieser Zeit das Leben eines gehetzten Hirsches führte,dieses unverständliche Zeug las, bekam er schon die Aus-fertigung eines Versäumnisurteils, das gegen ihn vomHandelsgericht erlassen worden war. Coralie, seine Ge-liebte, die keine Ahnung hatte, um was es sich handelte,und glaubte, Lucien hätte seinem Schwager einen Gefallenerwiesen, hatte ihm alle die Aktenstücke zusammen ge-geben, als es zu spät war. Eine Schauspielerin sieht inden Vaudevillestücken zu viele Schauspieler in der Rollevon Gerichtsvollziehern, als daß sie sich aus Stempel-papier etwas machte.

Lucien hatte Tränen in den Augen, Sechard tat ihmfurchtbar leid, er schämte sich seiner Fälschung, und erwollte zahlen. Natürlich beriet er sich mit seinen Freunden,was er tun müßte, um Zeit zu gewinnen. Aber bis Lou-steau, Blondet, Bixiou und Nathan Lucien darüber belehrthatten, daß ein Dichter sich gar nichts um das Handels-

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