Am vierten Mai erhielt Metivier von Gebrüder Cointetdie Rückrechnung mit dem Auftrag, Herrn Lucien Char-don, genannt von Rubempre, in Paris aufs äußerste zuverfolgen.
Einige Tage später bekam Eva in Beantwortung desBriefes, den sie an Herrn Metivier geschrieben hatte, diefolgenden Zeilen, die sie völlig beruhigten.
„Herrn Sechard jr., Drucker in Angouleme.Ich erhielt Ihr Geehrtes vom 5. dieses. Ich entnahmIhren Erklärungen über den nichtbezahlten Wechsel vom30. April, daß Sie Ihrem Schwager, Herrn von Rubempre,eine Gefälligkeit erwiesen haben, und dieser macht soviele Ausgaben, daß man Ihnen einen Dienst damit er-weist, wenn man ihn zur Zahlung zwingt: in seiner Lagewird er sich nicht lange verfolgen lassen. Sollte Ihr ge-ehrter Herr Schwager nicht zahlen, so würde ich mich aufdie Loyalität Ihres alten Hauses verlassen und zeichnewie immer
Hochachtungsvoll ergebenst
Metivier."
,,Ganz gut," sagte Eva zu David. „Mein Bruder wirda us diesem Verfahren entnehmen, daß wir nicht zahlenkonnten."
Von welcher Wandlung in Eva sprach dieser Satz! Diewachsende Liebe, die ihr Davids Charakter, den sie immerbesser kennen lernte, einflößte, nahm in ihrem Herzendie Stelle der Liebe zu ihrem Bruder ein. Aber von wie-Vl el Illusionen nahm sie damit Abschied!
Verfolgen wir nunmehr den ganzen Weg, den die Rück-rechnung auf dem Platz von Paris machte. Ein dritterInhaber, das heißt, wer den Wechsel durch Übertragungm Besitz hat, hat auf Grund des Gesetzes das Recht, vonden verschiedenen Giranten dieses Wechsels lediglich gegen
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