über die Throne und die Völker herrscht. Mit andernWorten bringen also tausend Franken diesem Hause acht-undzwanzig Franken täglich oder zehntausendzweihundert-zwanzig Franken jährlich. Man verdreifache den Durch-schnitt dieser Rückrechnungen, und man kommt auf eineEinnahme von dreißigtausend Franken, die diese fiktivenKapitalien bringen. Es wird daher nichts liebevoller be-trieben, als das System dieser Rückrechnungen. WäreDavid Sechard am dritten Mai gekommen, um seinenWechsel zu bezahlen, oder auch gleich am Tage nachdem Protest, dann hätten die Gebrüder Cointet ihm ge-sagt: ,Wir haben Ihren Wechsel Herrn Metivier zu-rückgeschickt!' auch wenn der Wechsel noch auf ihremPulte gelegen wäre. Die Rückrechnung ist schon amAbend nach dem Protest in Kraft. In der Sprache derProvinzbankiers nennt man das ,die Taler schwitzenlassen'. Das Briefporto allein bringt dem Hause Keller,das mit der ganzen Welt korrespondiert, etliche zwanzig-tausend Franken ein, und die Rückrechnungen bezahlender Baronin von Nucingen die Loge in der ItalienischenOper, den Wagen und die Toilette. Das Briefporto istein um so furchtbarerer Mißbrauch, als die Bankiers inzehn Zeilen eines einzigen Briefes zehn Angelegenheitenerledigen. Seltsam! Der Fiskus hat an dieser Steuer, diedem Unglück auferlegt wird, seinen Anteil, und derStaatsschatz wird also durch geschäftliches Mißgeschickbereichert. Und die Bank schleudert dem Schuldner vonihrem Kontor aus die begründete Frage zu: ,Warumsind Sie nicht imstande, zu zahlen?' worauf man zumUnglück nichts zu antworten weiß. So ist diese Rück-rechnung ein Märchen voll schrecklicher Erfindungen,und die Schuldner, die über diese lehrreiche Seite nach-denken, werden künftig eine heilsame Scheu vor ihrhaben.
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