die einer Zahlungsstockung auf dem Fuße folgt? Manurteile selbst! Die Längen der Darstellung werden liier zukurz erscheinen. Neunzig Leser von hundert werden vonden Einzelheiten, die jetzt folgen, gepackt werden wie vonder pikantesten Neuigkeit. Und so wird wieder einmal dieWahrheit des Grundsatzes bewiesen: Es gibt nichts Un-bekannteres, als was jeder kennen müßte: das Gesetz!
Gewiß müßte für die ungeheure Mehrheit der Franzosender Mechanismus eines der Räderwerke der Bank in guterSchilderung so interessant sein wie ein Kapitel aus einerReisebeschreibung. Wenn ein Kaufmann aus der Stadt,in der er sein Geschäft hat, einen Wechsel an jemandenschickt, der in einer andern Stadt wohnt, wie man an-nehmen mußte, daß es David, um Lucien zu dienen, getanhatte, dann handelt es sich nicht mehr um die einfacheSache eines Wechsels, der in derselben Stadt zur Erledigungeines kaufmännischen Geschäfts von einem Geschäfts-mann dem anderen gegeben wird, sondern um etwas, waswie der Wechselbrief aussieht, der von einem Platz aufden anderen gezogen wird. So war Motivier, als er Luciendie drei Wechsel abgenommen hatte, um den Betrag zuerhalten, genötigt, sie der Firma Gebrüder Cointet, seinenGeschäftsfreunden, zu schicken. Daraus ergab sich fürLucien ein erster Verlust, der mit dem Namen Kommis-sion für die Versendung des Wechsels' bezeichnet wurde,und der sich in so und so viel Prozent, die außer dem Dis-kont von jedem Wechsel abgezogen wurden, ausdrückte.Die Wechsel von Sechard waren also in die Kategorie derBankgeschäfte übergegangen. Man sollte nicht glauben,in welchem Maße der Umstand, daß zu dem erhabenenTitel des Gläubigers noch die Eigenschaft des Bankierskommt, die Lage des Schuldners ändert. So sind imBank verkehr die Bankiers einander schuldig, sowie einWechsel, der von dem Platz von Paris nach dem Platz
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