Druckschrift 
2 (1909)
Entstehung
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der Provinz selten ist, und die in seinem Haß wurzelte..Großer Haß bringt es zu was.'

Es ist ein großer Unterschied zwischen den Advokatenvon Paris und denen der Provinz, und der große Cointetwar schlau genug, sich die kleinen Regungen, denen dieseProvinzadvokaten gehorchen, zunutze zu machen. In Parishat ein bedeutender Advokat, und dort gibt es deren viele,Eigenschaften nötig, die den Diplomaten auszeichnen: diegroße Zahl der Geschäfte, die Größe der Interessen, die imSpiel sind, das weite Gebiet der Fragen, mit denen er sichabgeben muß, all das wirkt zusammen, daß er im Prozeß-verfahren selbst nicht ein Mittel sehen muß, zu Vermögenzu kommen. Gleichviel, ob er den Kläger oder Beklagtenvertritt, ist das Prozeßverfahren für ihn nicht mehr wiefrüher ein Mittel zu seiner Bereicherung. In der Provinzdagegen kultivieren die Advokaten, was man wohl denKleinkram nennt: diese Unzahl kleiner Urkunden, Proto-kolle und Aktenstücke, die die Kostenrechnungen indie Höhe treiben und Stempelpapier verbrauchen. Diesekleinen Geschäftchen beschäftigen den Provinzadvokaten,er muß darauf halten, da Gebühren zu erheben, wo derPariser Advokat sich nur um Honorare kümmert. Hono-rare sind das, was der Klient über die Kosten hinausseinem Advokaten für die mehr oder weniger geschickteFührung seiner Sache zahlen muß. Der Fiskus bekommtdie Hälfte der Kosten, während die Honorare ganz undgar dem Advokaten gehören. Sagen wir es frei heraus:Die Honorare, die wirklich bezahlt werden, stehen seltenim rechten Verhältnis zu den Honoraren, die für dieDienste, die ein guter Advokat leistet, formell verlangtund berechnet werden. Die Advokaten und die Ärzte vonParis sind, wie die Prostituierten gegen ihre Gelegenheits-liebhaber, außerordentlich mißtrauisch gegen die Erkennt-lichkeit ihrer Klienten. Der Klient vor und nach dem

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