Wochen Advokat am Gericht erster Instanz in Angoulemewar und Pierre Petit-Claud hieß.
„Sie waren zusammen mit David Sechard auf dem Ly-zeum in Angouleme?" fragte der große Cointet, nachdemer den jungen Advokaten begrüßt hatte, der natürlichnicht verfehlt hatte, der Aufforderung des reichen Fabri-kanten Folge zu leisten. „Jawohl," erwiderte Petit-Claudund schloß sich dem weitergehenden großen Cointet an.„Haben Sie die Bekanntschaft erneuert?" „Wir sind unshöchstens zweimal seit seiner Rückkehr begegnet. Eskonnte auch nicht wohl anders sein: ich steckte an denWerktagen in meinem Bureau oder im Gerichtsgebäude;und an den Sonn- und Feiertagen arbeitete ich daran,meine Kenntnisse zu vervollständigen, denn ich erwartetealles von mir selbst ..."
Der große Cointet nickte zum Zeichen der Billigung mitdem Kopf.
„Als David und ich uns wiedersahen, fragte er mich,was aus mir geworden sei. Ich sagte ihm, daß ioh, nachVollendung meiner juristischen Studien inPoitiers, Bureau-vorsteher beim Advokaten Olivet geworden sei, und daßich hoffte, eines Tages dessen Praxis zu übernehmen .. .Lucien Chardon, der sich jetzt von Rubempre nennen läßt,den Geliebten der Frau von Bargeton, unsern großenDichter, kurz den Schwager von David Sechard, habeich viel besser gekannt." „Sie können dann also DavidMitteilung von Ihrer Ernennung machen und ihm IhreDienste anbieten." „Das wird nicht gehen," meinte derjunge Advokat. „Er hat nie einen Prozeß gehabt, erhat keinen Advokaten, aber es kann dazu kommen," er-widerte Cointet und sah den kleinen Advokaten hinterseiner Brille von oben bis unten an.
Pierre Petit-Claud war der Sohn eines Schneiders vonHoumeau, war von seinen Kameraden im Lyzeum ver-
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