Druckschrift 
2 (1909)
Entstehung
Seite
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seinem Spion, „das wäre nicht ehrlich! ... Frau Sechardwird Ihnen den Antrag machen, Sie sollten Ihre Pachtzwecks Ausbeutung der Druckerei erneuern; sagen Sie, Siewollten Buchdrucker werden, bieten Sie die Hälfte dessen,was das Patent und die Einrichtung wert sind, und wennman zustimmen sollte, kommen Sie zu mir. In jedem Fallziehen Sie die Sache in die Lange .. . Die Leutchen habenkein Geld?" „Keinen Heller!" antwortete Cerizet. „KeinenHeller," wiederholte der große Cointet. ,Sie gehören mir,'sagte er bei sich.

Das Haus Metivier und das Haus Gebrüder Cointet ver-banden mit ihrem Beruf als Papierhändler und Druckerdie Tätigkeit von Bankiers, wofür sie sich aber wohlhüteten, ein Patent zu bezahlen. Der Fiskus hat nochnicht das Mittel gefunden, die kaufmännischen Geschäftes ° gut zu kontrollieren, daß er alle die, die heimlich Bank-geschäfte machen, zwingen kann, das Bankierpatent zunehmen, das in Paris zum Beispiel fünfhundert Frankenkostet. . Aber die Brüder Cointet und Metivier, wenn sieauch bloße Winkelbankiers waren, setzten deswegen dochim Vierteljahr auf den Plätzen von Paris, Bordeauxund Angouleme etliche hunderttausend Franken unter-einander um. An diesem nämlichen Abend nun hattedas Haus Gebrüder Cointet von Paris die von Lucienhergestellten falschen Wechsel über dreitausend Frankener halten. Der große Cointet hatte sofort auf die Schuldeinen Plan gebaut, der sich, wie man sehen wird, mitmrchtbarer Gewalt gegen den armen und geduldigen Er-finder richtete.

Am nächsten Tage um sieben Uhr morgens ging Boniface*-ointet an dem Wasserlauf entlang, der seine große Papier-mühle trieb, und dessen donnerndes Getöse das gesprochene"ort fast übertäubte. Er wartete dort auf einen jungenMann im Alter von neunundzwanzig Jahren, der seit sechs

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