Druckschrift 
2 (1909)
Entstehung
Seite
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beschäftigen, daß er Ihnen eine anständige Miete bezahlenund kleine Gewinne erzielen könnte." „Das kommt aufdie Summe an," erwiderte Eva Sechard. „Was wollenSie geben?" fügte sie hinzu und blickte Boniface auf eineWeise an, die ihm zu verstehen geben sollte, daß sieseinen Plan völlig verstand. „Was würden Sie denn ver-langen?" fragte Jean Cointet lebhaft. „Dreitausend Fran-ken für ein halbes Jahr," erwiderte sie. „Aber, liebe kleineFrau, Sie sprachen doch davon, Ihre Druckerei für zwanzig-tausend Franken zu verkaufen," versetzte Boniface ganzsanft. „Die Zinsen von zwanzigtausend Franken betragenzu sechs Prozent nur zwölf hundert Franken."

Eva war einen Augenblick ganz bestürzt; sie merktejetzt, wie wichtig es in Geschäften sei, schweigen zu können.

„Sie bedienen sich unserer Pressen und unserer Schriften,mit denen ich, wie ich Ihnen gezeigt habe, noch allerleikleine Geschäfte machen kann," erwiderte sie, „und wirhaben dem alten Herrn Sechard, der uns nicht vielschenkt, Miete zu zahlen."

Nach einem Kampf von zwei Stunden setzte Eva zwei-tausend Franken für ein halbes Jahr durch, von denentausend im voraus bezahlt werden sollten. Als alles abge-macht war, teilten ihr die beiden Brüder mit, es wäre ihreAbsicht, Cerizet die Pacht der Buchdruckerei zu über-tragen. Eva konnte eine Bewegung der Überraschungnicht zurückhalten.

„Ist es nicht besser, jemanden zu nehmen, der dieWerkstatt kennt?" sagte der dicke Cointet.

Eva grüßte die beiden Brüder, ohne zu antworten, undnahm sich vor, Cerizet persönlich zu überwachen.

„So, jetzt sind also unsere Feinde an Ort und Stelle!"sagte David lachend zu seiner Frau, als sie ihm vor demMittagessen die Schriftstücke zeigte, die zu unterzeichnenwaren.

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