Druckschrift 
2 (1909)
Entstehung
Seite
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Äußern verbarg er die Zähigkeit und den Ehrgeiz desPriesters und die Gier des Handelsmannes, der von demDurst nach Reichtümern und Ehren verzehrt wird. Schon1820 wollte der große Cointet alles, was die Bourgeoisieschließlich in der Revolution von 1830 erlangt hat. VonHaß gegen die Aristokratie erfüllt und gleichgültig inSachen der Religion, war er in der Weise fromm, wieNapoleon ein Anhänger der Bergpartei gewesen war. SeinRückgrat beugte sich mit bewunderungswürdiger Ge-schmeidigkeit vor dem Adel und der Verwaltungsbehörde,vor der er sich klein, demütig und zuvorkommend machte.Ein Zug, dessen Bedeutung jeder, der sich auf die Ge-schäfte versteht, würdigen wird, kennzeichnete vor allemdiesen Mann: er trug eine blaue Brille, hinter der er seinenBlick verbarg, unter dem Vorwand, seine Augen vor derstarken Lichtstrahlung in einer Stadt zu schützen, wo derErdboden und die Gebäude weiß sind, und wo die Inten-sität des Tageslichts noch durch die hohe Lage über demMeer gesteigert wird. Obwohl er nur von mittlerer Figurwar, erschien er doch groß durch seine Magerkeit, die aufeine von Arbeit niedergedrückte Natur und auf ein inimmerwährender Tätigkeit begriffenes Hirn schließen ließ.Seine jesuitische Physiognomie wurde noch vervollständigtdurch eine platte, graue, lange, nach Art der Geistlichenzugestutzte Frisur und seine Kleidung, die seit siebenJahren aus einer schwarzen Hose, schwarzen Strümpfen,einer schwarzen Weste und einem langen Gehrock auskastanienfarbenem Tuch bestand. Man nannte ihn dengroßen Cointet, um ihn von seinem Bruder zu unter-scheiden, den man den dicken Cointet hieß, wodurch manden Gegensatz, der sowohl zwischen den Figuren als auchden Fähigkeiten der beiden Brüder, die übrigens in gleicherWeise zu fürchten waren, bestand, zum Ausdruck bringenwollte. In der Tat stach der Eindruck, den Jean Cointet,

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