vortreffliche Gehilfen kennen gelernt, die redlich und unter-nehmend sind, er wird sich ohne Frage seinen Nachfolgerunter den Besten aussuchen ... Ist es nicht mehr wert,sein Geschäft für zwanzigtausend Franken zu verkaufen,die uns tausend Franken Rente geben, als tausend Frankenjährlich bei dem Geschäft zu verlieren, das Sie uns machenlassen? Warum haben Sie uns die armselige kleine Speku-lation mit unserm Almanach stören wollen, der noch dazuunserer Druckerei gehörte?"
„Aber, Frau Sechard, warum haben Sie uns keine Mit-teilung davon gemacht? Wir wären Ihnen nicht in denWeg getreten," sagte liebenswürdig der eine der beidenBrüder, den man den ,großen Cointet' nannte.
„Gehen Sie doch, meine Herren! Sie haben Ihren Alma-nach erst angefangen, nachdem Sie von Cerizet gehörthatten, daß ich meinen mache."
Während sie diese Worte lebhaft sagte, sah sie den gro-ßen Cointet an und brachte ihn dazu, die Augen nieder-zuschlagen. Sie erlangte so die Gewißheit von CerizetsVerrat.
Dieser Cointet, der der Papierfabrikation und den Geld-geschäften vorstand, war ein viel geschickterer Kaufmannals sein Bruder Jean, der zwar die Buchdruckerei mitgroßer Umsicht leitete, aber dessen Fähigkeiten sich demeines Obersten vergleichen ließen, während Boniface einGeneral war, dem Jean das oberste Kommando überließ.Boniface, ein dürrer, hagerer Mann mit einem Gesicht, gelbwie eine Wachskerze, mit roten Flecken bedeckt, und zu-sammengekniffenem Mund, und dessen Augen denen einerKatze glichen, ließ sich niemals zum Zorn hinreißen: erhörte mit scheinheiliger Ruhe die größten Beschimpfungenan und antwortete mit sanfter Stimme. Er ging zurMesse, zur Beichte und zum Abendmahl. Unter Manieren,die die eines Schleichers waren, und einem fast schlaffen
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