Eva, die mit Sorge sah, wie wenig man Cerizet trauenkonnte, und wie unmöglich es war, einen zweiten Kolb zufinden, beschloß, ihren einzigen Setzer, in dem sie mit demzweiten Gesicht des liebenden Weibes einen Verräter sah,z u entlassen; aber da das der Tod ihrer Druckerei war,faßte sie einen männlichen Entschluß: sie schrieb an HerrnMetivier, den Pariser Geschäftsfreund von David Sechard,ebenso wie von den Cointet und fast allen Papierfabri-kanten des Departements, einen Brief und bat ihn, in dieBuchhändlerzeitung in Paris die folgende Anzeige einzu-rücken: „Zu verkaufen eine Buchdruckerei in vollem Be-trieb mit Einrichtung und Patent in Angouleme. Wegender Bedingungen wende man sich an Herrn Metivier,■Rue Serpente."
Nachdem die Cointet die Nummer des Blattes, in demdiese Anzeige stand, gelesen hatten, sagten sie sich: ,Diesekleine Frau ist nicht dumm. Es ist Zeit, uns zum Herrnihrer Druckerei zu machen und ihr so viel zu tun zugeben, daß sie davon leben kann; sonst könnte der Nach-folger Davids ein ernsthafter Konkurrent werden, und es^t unser Interesse, immer zu sehen, was in der Werkstattvorgeht.'
Auf Grund dieser Erwägungen suchten die Brüder Coin-tet David Sechard auf. Eva, an die die beiden Brüder8 ich wandten, empfand die lebhafteste Freude, als sie dieschnelle Wirkung ihrer List sah, denn sie verhehlten ihrnicht ihren Plan, Herrn Sechard vorzuschlagen, er solltea uf ihre Rechnung drucken: sie waren mit Aufträgenüberlastet, ihre Pressen konnten die Arbeit nicht leisten,s ie hatten Arbeiter in Bordeaux gesucht und machten sichanheischig, die drei Pressen Davids zu beschäftigen.
,,Meine Herren," sagte sie zu den beiden Brüdern Cointet,während Cerizet ging, um David den Besuch seiner Kol-legen zu melden, „mein Mann hat bei der Firma Didot
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