Druckschrift 
2 (1909)
Entstehung
Seite
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die Abzüge machen mußten, während er mit Cerizet dieandere druckte, wobei er den Druck in verschiedenenFarben überwachte. Jede Farbe erfordert einen beson-deren Druck. Ein Bogen mit vier verschiedenen Farbenmuß also viermal durch die Presse gehen. Der Schäfer-almanach muß also viermal statt einmal gedruckt wer-den, und seine Herstellung kostet daher so viel, daß erausschließlich in den Provinzdruckereien gedruckt wird,wo die Arbeit und die Zinsen des Kapitals, das in derDruckerei steckt, fast keinen Wert repräsentieren. DiesesWerk, so plump es auch für den äußern Anschein ist,kann also in den Druckereien, aus denen schöne Werkehervorgehen, nicht hergestellt werden. Zum erstenmal seitdem Rücktritt des alten Sechard sah man jetzt wiederin der alten Werkstatt zwei Pressen im Gange. Obgleichder Almanach in seiner Art ein Meisterwerk wurde, mußteEva ihn für einen halben Sou abgeben, denn die BrüderCointet lieferten ihren den Kolporteuren für drei Centimes;sie kam auf ihre Kosten durch die Kolportage, sie ver-diente an dem Verkauf, den Kolb direkt bewerkstelligte;aber ihre Spekulation ging fehl. Als Cerizet sah, daß seineschöne Meisterin ihm mißtraute, lehnte er sich innerlichgegen sie auf und sagte sich: ,Du hast Verdacht gegenmich, ich werde mich rächen!' Das ist der Charakter desPariser Gassenjungen. Cerizet nahm also von der FirmaGebrüder Cointet Nebeneinkünfte an, die ohne Frage fürdas Lesen der Korrekturen, die er jeden Abend in ihremKontor holte und morgens wiederbrachte, zu hoch waren.Er plauderte täglich mehr mit ihnen, freundete sich an, sahzuletzt die Möglichkeit, vom Militärdienst freizukommen,die man ihm als Köder vorhielt; und die Cointet hattenes gar nicht nötig, ihn zu bestechen, sie hörten vielmehrvon ihm die ersten Worte über die Ausspionierung undNutzbarmachung des Geheimnisses, das David suchte.

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