David war so gut, seiner Aufopferung mußte so sehr aufsein Wort geglaubt werden, daß die arme Frau, die, wie alleFrauen, sich nur um die täglichen Ausgaben kümmerte,sich vornahm, ihren Mann mit den Sorgen des Haushaltszu verschonen; sie verließ also das hübsche blau und weißeZimmer, in dem sie sich bisher damit begnügt hatte, Näh-arbeiten zu machen und mit ihrer Mutter zu plaudern,und begab sich in einen der Holzverschläge am Ende derDruckerei, um den geschäftlichen Betrieb kennen zu lernen.War das nicht heroisch von einer Frau, die schon guterHoffnung war? Während dieser ersten Monate war dieDruckerei Davids so gut wie stillgestanden, und die Ar-beiter, die er bis dahin für seine Arbeiten gebraucht hatte,waren einer nach dem andern gegangen. Die Brüder Coin-tet hatten eine Menge Aufträge und beschäftigten nichtnur die Arbeiter des Departements, die durch die Aussicht,bei ihnen gut zu verdienen, angelockt wurden, sondernauch einige aus Bordeaux, von wo hauptsächlich dieLehrlinge gekommen waren, die sich für geschickt genughielten, um sich dem Druck des Lehrverhältnisses zuentziehen. Als Eva untersuchte, worauf sich die DruckereiSechard stützen konnte, fand sie nur drei Personen. Zu-nächst Cerizet, den Lehrling, den bei der Firma Didotauszubilden David Vergnügen gemacht hatte, wie es fastallen Faktoren geht, die aus der großen Zahl Arbeiter,denen sie vorstehen, immer einige auswählen, denen siebesonders zugetan sind; David hatte diesen Lehrlingnamens Cerizet nach Angouleme mitgebracht, wo er sichvervollkommnet hatte; dann Marion, die dem Hausewie ein treuer Hund ergeben war; und schließlich einElsässer namens Kolb, der früher bei der Firma DidotLaufbursche gewesen war. Kolb war dann zum Militärausgehoben worden und kam in dieser Zeit zufällignach Angouleme, wo David ihn in dem Augenblick, als
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