Druckschrift 
2 (1909)
Entstehung
Seite
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er ihr einmal gesprochen hatte, seine Druckerei vernach-lässigte. Seit dem zweiten Monat seiner Ehe verbrachteDavid den größten Teil seiner Zeit in dem Schuppen hintenim Hofe in einem kleinen Raum, der dazu diente, seineWalzen zu gießen. Drei Monate nach seiner Ankunft inAngouleme hatte er an Stelle der Ballen, mit Hilfe derendie Lettern mit Druckerschwärze betupft wurden, denflachen und den zylinderförmigen Auftrageapparat ein-geführt, der die Druckerschwärze mit Hilfe von Walzen,die aus Leim und Melasse zusammengesetzt sind, verteiltund aufträgt. Diese erste Verbesserung der Buchdrucker-kunst war so unbestreitbar, daß die Brüder Cointet siesofort, nachdem _ sie ihre Wirkung gesehen hatten, auchanschafften. David hatte an die Mittelwand dieser ArtKüche einen Ofen mit einer Kupferpfanne angebaut undhatte gesagt, er brauche dadurch weniger Kohlen, um seineWalzen umzugießen, deren rostige Formen der Mauer ent-lang standen, und die er in Wirklichkeit keine zweimalumgoß. Er brachte an diesem Räume nicht nur eine starkeeichene Tür an, die innen mit Eisenblech beschlagen war,sondern er ersetzte auch die schmutzigen Scheiben desFensters durch neue Scheiben in geripptem Glas, damitniemand von außen sehen könnte, womit er sich beschäf-tigte. Beim ersten Wort, das Eva zu David über ihre Zu-kunft sprach, sah er sie mit unruhigem Blick an und brachtesie mit folgenden Worten zum Verstummen:Liebes Kind,ich weiß, welche Gedanken dir der Anblick einer verödetenWerkstatt und die Art geschäftlichen Ruins, in dem ichbin, einflößen muß, aber siehst du," fuhr er fort, führte siean das Fenster und zeigte ihr das geheimnisvolle Häuschen,dort drin liegt unser Glück ... wir werden noch ein paarMonate leiden müssen; aber laß uns geduldig leiden undlaß mich die industrielle Erfindung machen, von der duweißt, sie wird all unserem Elend ein Ende machen."200