der Massen, denen die Müßigen und die Unfähigen voneinem genialen Menschen sagen: ,Er war zum Erfinder ge-boren, er konnte nichts anderes tun. Man braucht ihm fürseine Entdeckung so wenig Dank sagen wie einem Men-schen, der zum Fürsten geboren ist! Er übt seine natür-lichen Gaben aus! Und er hat außerdem seinen Lohn inder Arbeit selbst gefunden.'
Die Ehe bringt einem jungen Mädchen schwere geistigeund körperliche Störungen, und wenn es sich unter denbürgerlichen Verhältnissen der Mittelklasse verheiratet,muß es überdies noch ganz neue Interessen kennen lernenund sich mit den Geschäften vertraut machen; für diejunge Frau kommt also zunächst eine Zeit, wo sie lernenmuß und nicht handeln kann. Die Liebe Davids zu seinerFrau schob zum Unglück die Erfahrungen, die sie machenmußte, hinaus; er wagte es am Tage nach der Hochzeit undan den folgenden Tagen nicht, ihr den Stand der Dinge zubekennen. Trotz dem großen Elend, zu dem ihn der Geizseines Vaters verdammte, konnte er sich nicht entschließen,ihr den Honigmonat durch den langweiligen Unterricht inseinem mühsamen Gewerbe und durch die Unterweisungen,deren die Frau eines Kaufmanns bedarf, zu verderben.Daher gingen die tausend Franken, seine einzige Habe,mehr für den Haushalt als für das Geschäft drauf. DieNachlässigkeit Davids und die Unwissenheit seiner Fraudauerten vier Monate! Das Erwachen war schrecklich. Alsder Wechsel Posteis, den David unterschrieben hatte, fälligwar, war kein Geld im Haus, und Eva kannte die Ent-stehung dieser Schuld gut genug, so daß sie ihren Braut-schmuck und ihr Silberzeug opferte, damit er eingelöstwerden konnte. Noch am Abend des Tages, an dem derWechsel bezahlt worden war, wollte Eva ihren Mann dazubringen, mit ihr von den Geschäften zu sprechen, denn siehatte bemerkt, daß er um der Erfindung willen, von der
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