Druckschrift 
2 (1909)
Entstehung
Seite
198
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Jahrhunderts zustrebte. Sein Gedanke, in der Herstellungbilligen Papiers ein Vermögen zu suchen, war durchausrichtig, und die Ereignisse haben seine Voraussicht gerecht-fertigt. In den letzten fünfzehn Jahren sind der Behörde,die die Gesuche von Erfindern um Patenterteilung zu prü-fen hat, mehr als hundert Denkschriften über angeblicheEntdeckungen von Stoffen zugegangen, die für die Her-stellung von Papier verwendet werden sollten. Er war sichmehr als je über die Nützlichkeit dieser Entdeckung, dienichts Großartiges an sich hatte, aber ungeheuren Gewinnversprach, klar und versank daher nach der Abreise seinesSchwagers nach Paris in das hartnäckige Studium, ohnedas dieses Problem nicht zu lösen war. Da er alle seineMittel erschöpft hatte, um heiraten und die Ausgabe fürLuciens Reise nach Paris beschaffen zu können, sah ersich im Anfang seiner Ehe im tiefsten Elend. Er hatte fürden Betrieb seiner Druckerei tausend Franken behaltenund schuldete dem Apotheker Postel für einen Wechselebensoviel. So war für diesen tiefen Denker das Problemein doppeltes: er mußte ein billiges Papier erfinden undmußte es schnell erfinden; er mußte endlich den Nutzenseiner Entdeckung den Bedürfnissen seines Haushalts undseines Geschäfts anpassen. Wie soll man nun ein Hirnbezeichnen, das imstande ist, die grausamen Sorgen abzu-schütteln, die die Not, welche verborgen werden muß, unddas Schauspiel einer Familie ohne Brot und die täglichenErfordernisse eines Berufs, wie der des Buchdruckers ist,hervorbringen, der so viel Sorgfalt verlangt, und dabei dieGebiete des Unbekannten mit der Glut und dem Rauschdes Gelehrten zu erforschen, der auf der Suche nach einemGeheimnis ist, das sich mit jedem Tage neu vor dem Nach-denken und dem Studium des Eifrigen verbirgt? Ach, manwird sehen, daß die Erfinder noch ganz andere Leiden zuerdulden haben, ganz abgesehen von der Undankbarkeit198