Druckschrift 
2 (1909)
Entstehung
Seite
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Der Müller kam heraus, sab Lucien an, nahm seine Pfeifeaus dem Mund und sagte:Drei Franken für eine Woche?Wir werden Ihnen gar nichts abnehmen."

,Vielleicht werde ich schließlich noch Müllerknecht,'sagte der Dichter zu sich selbst, als er die entzückendeLandschaft betrachtete, ehe er sich in das Bett legte, dasihm die Müllerin bereitet hatte. Und dann schlief er undschlief so lange, daß seine Wirte ängstlich wurden.

Courtois, sieh doch nach, ob der junge Mann tot oderlebendig ist, es sind jetzt vierzehn Stunden, daß er sichhingelegt hat, ich traue mich nicht hinaufzugehen," sagtedie Müllerin am nächsten Tag gegen zwölf Uhr mittags.Ich glaube," sagte der Müller und fuhr fort, seine Netzeund sein Fischgerät in Ordnung zu bringen,der hübscheBursche könnte so ein schwächlicher Schauspieler sein, derkeinen Heller besitzt."Woran siehst du denn das, Mann?"fragte die Müllerin.Na ja doch, er ist kein Prinz, keinMinister, kein Deputierter und kein Bischof; warum sindseine Hände weiß wie die eines Menschen, der nichts tut?"Es ist doch sehr sonderbar, daß der Hunger ihn nichtweckt," sagte die Müllerin, die für den Gast, den der Zu-fall ihr ins Haus geschickt hatte, ein Frühstück bereitethatte.Ein Schauspieler?" wiederholte sie;wohin sollteer gehen? Es ist ja noch nicht die Zeit des Jahrmarktsin Angoulihne."

Der Müller und die Müllerin hatten keine Ahnung, daßes neben dem Schauspieler, dem Prinzen und dem Bischofeine Art Mensch gibt, der zugleich Prinz und Schauspielerist und ein wundervolles heiliges Amt verwaltet: den Dich-ter, der nichts zu tun scheint und trotzdem über dieMenschheit herrscht, wenn es ihm gelungen ist, sie dar-zustellen.

Was mag er denn also sein?" sagte Courtois zu seinerFrau.Am Ende war es gefährlich, ihn aufzunehmen,"

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