Druckschrift 
2 (1909)
Entstehung
Seite
180
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Stoßt mit mir an,

Trinkt, lacht!

Zum Teufel den Rest!

Wie er zur Welt kam, verstehtVortrefflich ein jeder Wicht,Aber fragst du, wohin er geht,So weiß es der Klügste nicht.Doch spar dir darob den Verdruß,Überlaß dem Himmel den Schluß,Daß wir sterben, steht fest.Doch ist nicht minder gewiß,Daß wir leben; das andre vergiß,Trinkt, lacht!Zum Teufel den Rest!

In dem Augenblick, als der Dichter diese gräßliche letzteStrophe fertig gesungen hatte, traten Bianchon und d'Ar-thez ein und fanden ihn im Paroxysmus der Verzweiflung.Er vergoß einen Strom von Tränen und hatte nicht mehrdie Kraft, seine Lieder ins Reine zu schreiben. Als er untervielem Schluchzen seine Lage erklärt hatte, sah er in denAugen seiner Zuhörer Tränen.

Dies", sagte d'Arthez,tilgt viele Schuld."Wohldenen, die die Hölle hienieden finden," sagte der Priesterernst.

Das Schauspiel dieser schönen Toten, deren Lächelnschon aus der Ewigkeit stammte, der Anblick ihres Ge-liebten, der ihr mit frechen Versen ein Grab kaufte, dieVorstellung, daß Barbet den Sarg bezahlte, diese vierKerzen um diese Schauspielerin, deren Baskine und roteStrümpfe mit grünen Zwickeln noch vor kurzem einenganzen Zuschauerraum zu Beifallsausbrüchen gebrachthatten, dann der Priester an der Tür, der sie mit Gottversöhnt hatte und jetzt zur Kirche ging, um für die, dieviel geliebt hatte, eine Messe zu sprechen, all diese Hoheitund diese Niedrigkeit, dieses Leid, das von der Not ver-drängt wurde, all das versteinerte den großen Schrift-

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