Druckschrift 
2 (1909)
Entstehung
Seite
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die nicht allein an Krankheit, sondern auch an Kummersterben. Lucien schickte seine Artikel in die Zeitungen;aber da er nicht auf die Redaktionen gehen und die Chef-redakteure bearbeiten konnte, erschienen sie nicht. Alser sich entschloß, hinzugehen, empfing ihn TheodoreGaillard, der ihm Vorschüsse gemacht hatte, und derspäter diese literarischen Kleinode benutzte, sehr frostig.

Schonen Sie sich, mein Lieber, Sie haben keinen Geistmehr; lassen Sie sich nicht niederschlagen, nur Mut!" sagteer zu ihm.Der Lucien, dieses Kerlchen, hatte nur seineRomane und seine ersten Artikel im Kopf," riefen FelicienVernou, Merlin und alle, die ihn haßten, wenn bei Dauriatoder im Vaudeville von ihm die Rede war.Er schickt unsjämmerliches Zeug."

Wenn die Journalisten erst einmal dieses Wort gespro-chen haben, daß einer nichts im Kopfe hat, ist es schwer,dagegen zu appellieren. Dieses Wort, das überall weiter-erzählt wurde, war für Lucien tödlich, ohne daß er eswußte, denn er hatte jetzt Sorgen, die über seine Kräftegingen. Mitten in seinen aufreibenden Arbeiten wurde erwegen der Wechsel David Sechards verfolgt, und er mußteseine Zuflucht zu der Erfahrung Camusots nehmen. Derfrühere Freund Coralies war großmütig genug, Lucien bei-zustehen. Diese schreckliche Lage dauerte zwei Monate,in denen Lucien fortwährend mit gestempelten Papierenzu tun hatte, die er auf Camusots Empfehlung an Des-roches, einen Freund von Bixiou, Blondet und des Lu-peaulx sandte.

Im Anfang August sagte Bianchon dem Dichter, Coraliewäre verloren, sie hätte nur noch einige Tage zu leben.Berenice und Lucien brachten diese furchtbaren Tage mitWeinen zu und konnten dem armen Mädchen, das um Lu-ciens willen in Verzweiflung war, daß es sterben sollte, ihreTränen nicht verbergen. Coralie kehrte wieder zu ihrem

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